EMFIS.COM - 15.11.07 (www.emfis.com) Wegen einiger Unsicherheiten am amerikanischen und chinesischen Markt verhielten sich die Anleger in Gesamtasien heute Morgen eher vorsichtig. Immer noch halten die Sorgen um den amerikanischen Immobilienmarkt und die Angst vor weiteren regulierenden Maßnahmen der chinesischen Regierung die Anleger in Atem. Außerdem mehren sich die Anzeichen dafür, dass die direkten Auswirkungen der ausgefallenen amerikanischen Immobilienkredite und deren negative Folgen vom Bankensektor auf andere Bereiche der Wirtschaft überspringen könnten. Vereinzelt sammelten Investoren heute allerdings die besonders billigen Titel wieder ein.
In Tokio fiel der Nikkei 225 um verhaltene 0,67 %, auf 15.396,30 Punkte. Der breitere Topix stieg leicht, um 0,1 %, auf 1.498,86 Punkte. Die Aktien der Honda Motor Co. fielen, da man annimmt, dass sich die Kauflust der Amerikaner stark abschwächen werde. Die USA sind allerdings Japans größter Absatzmarkt, was das Ergebnis des Konzerns nachhaltig zum Negativen verändern dürfte. Der Konsum in den USA werde sehr wahrscheinlich immer weiter zurückgehen. Deshalb sind Analysten für den Ausblick der amerikanischen Wirtschaft und deren Aktienmarkt derzeit eher negativ gestimmt. Nachdem Finanzwerte in den letzten Tag besonders unter Druck gerieten, konnten sich diese heute recht gut behaupten. Mizuho Trust kletterten 2,8 %. Sumitomo Trust gingen 2,83 % stärker aus dem Handel. Eine Sojitz Holdings stieg um 1,89 % und die Shinsei Bank gewann 4,71 % hinzu.
Südkoreanische Aktien schlossen diesen Donnerstag etwas schwächer. Der Kospi Index schloss 1,3 % tiefer, bei 1.947,74 Punkten. Samsung Electronics jagten 4,2 % in die Höhe, nachdem bekannt wurde, dass der Konzern nun das dritte Quartal in Folge Spitzenreiter beim Absatz von LCD-Produkten ist. Hyundai Motor gewannen 5,8 % an Wert. Bei der SK Telecom kam es nach den jüngsten Kursgewinnen zu Gewinnmitnahmen. Die Aktie verlor 3,1 %. Der Energieriese Kepco konnte mit 6,3 Prozent Gewinn gestärkt aus dem Handel gehen.
Hongkongs Hang Seng Index fiel um 1,4 %, auf 28.751,21 Punkte. Noch gestern konnte der Index beinahe 5 % hinzugewinnen. Insbesondere Immobilienaktien, die zuletzt besonders stark zugelegt hatten, kamen heute unter Abgabedruck. Cheung Kong verloren 3,5 Prozent, Sun Hung Kai mussten 4,3 Prozent abgeben. Die Hong Kong Ex. and Clearing Ltd. gewann 3,4 % hinzu. Erst am Mittwoch hatte der Konzern bekannt gegeben, sein Ergebnis nahezu verdreifacht zu haben. HSBC gaben 0,1 % ab, nachdem man gemeldet hatte, dass für das dritte Quartal weitere Abschreibungen notwendig waren. Vor allem aber lähmten hier die Sorgen um weitere Verluste im vierten Quartal den positiven Handel.
Taiwanesische Werte schlossen leichter. Der Taiex ging 0,42 % schwächer aus dem Handel und endete bei 8.905,41 Punkten. Herausragend waren hier vor allem die sehr geringen Handelsumsätze. Die Investoren positionierten sich eher an den Seitenlinien. In Taipeh wollte man, nach der allgemein vorherrschenden Unsicherheit im internationalen Marktgeschehen und der erhöhten Volatilität, keine vorschnellen Schüsse wagen. TSMC schlossen 0,6 % im Minus. UMC gingen 0,26 % geschwächt aus dem Handel. Die Papiere der Advanced Semi Engineering fielen gar um 1,5 %.
In China verlor der Shanghai Composite 0,9 %, auf 5.365,27 Punkte. Der Shanghai A-Share Index fiel 0,87 % und der Shenzhen A-Share Index um 1,37 % auf 1.364 Punkte. Der CSI 300 ging mit einem Minus von 1,26 % auf 5.081,11 Punkte aus dem Handel.
Der singalesische Straits Times Index fiel um 1,3 % auf 3.477,59 Punkte.
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