EMFIS.COM - RTE
14.08.07 Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich heute uneinheitlich. Während die allgemeine Zurückhaltung angesichts der US-Immobilienkreditkrise insgesamt anhielt, fanden sich in verschiedenen Segmenten Schnäppchenjäger, die auf dem zuletzt zurückgekommenen Niveau neue Kaufgelegenheiten sahen. Die Vorgaben aus den USA waren ebenfalls durchwachsen ausgefallen. Dort war der
Dow Jones Index gestern schlussendlich doch noch ein weiteres Mal ins Minus gerutscht.
Der japanische
Nikkei 225 kam heute trotz der Entwicklung an der Wallstreet halbwegs gut voran. Er schloss nach einer anfänglichen Schwächephase 0,3 Prozent im Plus bei 16.844 Punkten. Der breitere Topix gewann ebenfalls 0,3 Prozent auf 1637 Zähler hinzu. Insbesondere die Rohstoffwerte konnten durch die Bank hohe Aufschläge verbuchen. So legten etwa Mitsubishi Corp. 4,2 Prozent zu, Marubeni stiegen um 5,4 Prozent. Die
Aktie von Nippon Oil schoss um 7,0 Prozent nach oben, im Stahl-Segment gewannen Nippon Steel 1,3 Prozent hinzu. Dagegen stand der Bankensektor unter fortgesetztem Druck. Hier gaben etwa Mizuho Financial 0,4 Prozent und Resona 1,7 Prozent ab.
In Korea dagegen ging der Kospi um weitere 1,7 Prozent nach unten auf 1817 Punkte und entwickelte sich damit im Vergleich zu den übrigen asiatischen Märkten überdurchschnittlich schwach. Angesichts des morgigen Feiertags zogen es die Anleger vor, sich von ihren Positionen zu trennen, um nicht von weiteren internationalen Marktschwankungen auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Besonders schlecht entwickelten sich die
Aktien der Brokerunternehmen. Diese waren zum einen in der Vergangenheit gut gestiegen; zum anderen befürchteten manche Marktteilnehmer offenbar eine bevorstehende Börsenflaute mit entsprechend niedrigen Gewinnen für Wertpapierhändler. Daewoo Securities gaben dementsprechend 3,7 Prozent ab, Samsung Securities rutschten um 6,1 Prozent ab. Im Technologiesektor verloren Samsung Electronics 0,16 Prozent und Hynix Semiconductor 1,5 Prozent. Dagegen kehrte für den Banken-Bereich eine gewisse Zuversicht zurück, was beispielsweise die Aktie der Kookmin Bank um 1,6 Prozent nach oben brachte.
In Taiwan konnte sich der TAIEX den größten Teil des Handelstags über im Plus halten. Hier hatte die Tatsache stimuliert, dass der Oppositionspolitiker Ma Ying-Jeou von einem Gericht von sämtlichen Korruptionsvorwürfen freigesprochen wurde. Ma gilt als Hoffnungsträger jener Börsianer, die sich ein engeres Verhältnis Taiwans zur Volksrepublik China wünschen. Gegen Handelsende verließ die Investoren aber der Mut, was Taiwans Leitindex schlussendlich einen Abschlag von 0,31 Prozent auf 8910 Stellen bescherte. Vor allem einige Technologiewerte standen unter Druck. So rutschten Mediatek um 3,4 Prozent ab, Quanta Computer verloren 1,79 Prozent. Im Halbleitersektor verbilligten sich United Microelectronics um 1,08 Prozent und Taiwan Semiconductor um 0,16 Prozent. Dagegen gewannen die Titel des Notebook-Herstellers Acer 0,62 Prozent hinzu, Advanced Semiconductor stiegen um 1,27 Prozent.
In Hongkong wiederum drehte der Hang Seng Index am Nachmittag nach oben und erzielte schlussendlich einen Aufschlag von 0,53 Prozent auf 22.007 Punkte. Gefragt waren unter anderem die Versorgertitel. Hier stiegen CLP Holdings um 2,76 Prozent und Hongkong Electric um 2,09 Prozent. Daneben verteuerte sich die Aktie des Versicherers Ping An im Vorfeld der Zahlen am Donnerstag um 2,49 Prozent, China Life stiegen um 2,31 Prozent. Unter den übrigen Schwergewichten legten China Mobile 0,99 Prozent und PetroChina 0,57 Prozent zu, während Cheung Kong bei 105,02 HK$ stagnierten. Die Aktie von China City International schoss um 14,04 Prozent nach oben. Die Gesellschaft gab ambitionierte Pläne für den Uranabbau in der Mongolei bekannt.
In China stieg der Shanghai Composite Index um 1,09 Prozent auf 4872 Zähler und erreichte damit ein neues Rekord-Schlusshoch. Der Shanghai A-Share Index verbesserte sich um 1,07 Prozent auf 5114 Stellen.