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10.08.2007 11:53

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EM Stocks Review: "Schwarzer Freitag" in Asien

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EMFIS.COM - RTE 10.08.07 Die gestrige Erholung der asiatischen Aktienmärkte sollte sich als trügerisch erweisen. Heute gerieten die dortigen Börsen nochmals massiv unter Druck, nachdem zuvor einige internationale Großbanken und Finanzkonzerne weitere Fonds mit Asset Backed Securities aus dem US-Immobilienkreditbereich vom Handel ausgeschlossen hatten. Weltweit nährte dies Befürchtungen, dass sich die Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten nun doch noch zu einer starken Belastung für die globale Wirtschaftsentwicklung auswachsen könnte. Die Tatsache, das zahlreiche Zentralbanken dem Finanzsystem frische Gelder in Milliardenumfang zufließen lassen haben, verstärkte das Gefühl der Bedrohung zusätzlich.

In Asien wurden heute Titel aus allen Sparten unterschiedslos verkauft. Besonders unter Druck gerieten freilich die Papiere aus dem Bankgewerbe. Vor allem in Japan, Singapur und Taiwan haben einige Institute bereits den Umfang eingeräumt, mit dem sie auf dem US-Hypothekenkreditmarkt engagiert sind. Daneben standen besonders Titel aus den zyklischen Sektoren unter Beschuss, die von einer globalen Schwächephase besonders betroffen wären. So gaben etwa Technologie- und Autoaktien stark ab.

In Japan etwa gab der Nikkei 225 schlussendlich 2,4 Prozent auf 16.764 Punkte ab; der breitere Topix ging sogar um 3,0 Prozent nach unten auf 1633 Zähler. Einige der japanischen Institute wie die Aozora Bank, die Shinsei Bank und Sumitomo Mitsui Banking hatten zuvor offengelegt, wie stark sie im US-Hypothekenanleihen-Bereich engagiert sind. Aozora gaben daraufhin 3,2 Prozent ab, Shinsei rutschten um 9,9 Prozent und Sumitomo Mitsui um 2,9 Prozent ab. Auch bei den zuletzt gut vorangekommenen Stahlwerten wurden Gewinne mitgenommen. Nippon Steel verloren angesichts dessen 3,6 Prozent und JFE Holdings 4,5 Prozent. Im Autosektor, der stark von der Wirtschaftsentwicklung in den USA abhängig ist, verbilligten sich Honda Motor um 3,4 Prozent und Toyota Motor um 2,48 Prozent.

Noch deutlich stärker wurden heute Aktien aus Korea in Mitleidenschaft gezogen. Der Kospi rutschte um 4,2 Prozent auf 1828 Stellen ab, was dem stärksten Einbruch seit über drei Jahren entspricht. Dabei wurden Titel quer durch alle Sektoren auf den Markt geworfen. Unter den Bankaktien verloren Kookmin Bank 4,1 Prozent und Shinhan 5,5 Prozent. Die Aktie des Stahlriesen Posco rutschte um 6,8 Prozent nach unten. Hyundai Heavy schrammten um 6,9 Prozent abwärts, obwohl der Schiffsbaukonzern erfreuliche Zahlen vorgelegt hatte. Hyundai Motor verbilligten sich um 5,2 Prozent. Die Aktie von Samsung Electronics kam mit einem Abschlag von 2,9 Prozent noch relativ glimpflich davon.

In Taiwan ging der TAIEX um 2,74 Prozent auf 8931 Zähler nach unten und hat damit die 9000-Punkte-Marke nachhaltig durchbrochen. Dabei verloren im Finanzsektor Cathay Financial 5,02 Prozent, Shin Kong 4,21 Prozent und Taiwan Life Insurance 5,52 Prozent. Dagegen zogen Cosmos Bank um weitere 4,34 Prozent nach oben. Hier wird derzeit der Private-Equity-Gesellschaft Bain Capital Interesse an einem Einstieg nachgesagt. Taiwan Semiconductor Manufacturing fielen vor Veröffentlichung des Juli-Umsatzes um 3,61 Prozent; die Aktie des kleineren Konkurrenten United Microelectronics gab 3,17 Prozent ab. Im übrigen Technologiesektor verloren Acer 3,64 Prozent und Asustek Computer 2,22 Prozent. Dagegen konnten sich Quanta Computer um 2,5 Prozent verbessern, ohne dass zunächst neue Nachrichten vorlagen.

In Hongkong, wo der Markt bereits gestern nach unten gedreht hatte, gab der Hang Seng Index heute weitere 2,9 Prozent auf 21.792 Stellen ab. Dabei wurde der Handel wegen einer Tropensturm-Warnung früher als gewöhnlich beendet. Die Aktie von HSBC Holdings gab 1,7 Prozent ab, China Life verloren 4,2 Prozent. China Merchants Bank fielen um 1,7 Prozent, obwohl das Institut seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 120 Prozent steigern konnte. Im Energiesegment rutschten PetroChina um 3,3 Prozent und CNOOC um 5,8 Prozent nach unten. Gegen den Trend zogen dagegen China Shipping Container Lines um 3,6 Prozent an. Die Schifffahrtsgesellschaft hatte ihren Halbjahresgewinn vervierzehnfacht und will jetzt A-Shares platzieren, um zusätzliche Frachter kaufen zu können.

Sogar an Chinas Festlandsbörsen, wo die internationalen Kreditrisiken bislang ignoriert worden sind, war man heute zurückhaltend. Dies brachte den Shanghai Composite Index marginal um 0,1 Prozent auf 4749 Stellen nach unten. Der Shanghai A-Share Index gab 0,09 Prozent auf 4984 Zähler ab.

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