EMFIS.COM - Shanghai 12.11.2010 Nachdem sich die
Börse in Shanghai am Donnerstag noch gegen die schwächelnden China Daten behaupten konnte, übermannten heute Sorgen die Investoren, dass in Kürze weitere finanzpolitische Straffungsmaßnahmen folgen könnten. Dies führte zu dramatischen Kurseinbrüchen sowohl in Shanghai als auch in Shenzhen. Der gestern veröffentlichte chinesische Verbraucherpreisindex war mit 4,4 Prozent im Oktober überraschend stark angestiegen. Viele Anleger befürchten nun eine erneute Leitzinsanhebung. Auch mehren sich die Sorgen, dass die am Mittwoch verkündete Anhebung der Mindestreservesätze für Banken nur der erste Paukenschlag für eine neue Runde an Restriktionen am Finanzmarkt sei.
Der Shanghai Composite Index fiel um 5,2 Prozent auf 2.985,44 Punkte. Das ist der stärkste Einruch seit dem 31. August 2009, als der Index 6,7 Prozent verlor. Zwar musste die Börse in Shanghai damit in dieser Woche 4,8 Prozent an Wert abgeben, jedoch steht sie immer noch mit 12 Prozent im Plus seit Anfang Oktober. Der Shenzhen Composite Index büßte 6,1 Prozent auf 1.296,95 Punkte ein.
Die Bankentitel traf es heute hart. Die
Aktien von Bank of China verloren 3,4 Prozent,
China Merchants Bank gaben 5,2 Prozent ab,
Bank of Communications fielen um 6 Prozent und China Everbright rutschten 8,5 Prozent nach unten.
Noch stärker ging es für die chinesischen Fluglinien nach unten. Und dies trotz hervorragender gestern und heute veröffentlichter Oktober-Zahlen.
China Eastern Airlines konnten im vergangenen Monat eine Umsatzsteigerung bei Passagierflugverkehr um 54,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen und bei
China Southern Airlines stieg die Anzahl der Fluggäste um 15,1 Prozent auf 7,05 Mio. Die Werte von China Southern Airlines verloren 10 Prozent, China Eastern Airlines gaben 9,5 Prozent ab, Air China verloren 9,8 Prozent und Shandong Airlines korrigierten um 10 Prozent.