EMFIS.COM - Shanghai 18.11.2010 An Chinas Börsen bestimmten nach dem massiven Einbruch der letzten Tage die Schnäppchenjäger den Handelstag. Der Shanghai Composite Index hatte über die letzten fünf Handelstag 8,1 Prozent an Wert abgegeben müssen, nachdem das Nationale Statistikbüro am letzten Donnerstag bekannt gab, die
Inflation sei im Monat Oktober um 4,4 Prozent angestiegen. Daraufhin bestimmten Leitzinssorgen für die nächsten Tage die Stimmung unter Chinas Anlegern. Befürchtungen die chinesische Zentralbank könne den
Leitzins erneut erhöhen traten heute jedoch etwas in den Hintergrund, nachdem Premier Wen Jiabao am Mittwoch den Staatsrat zusammenrief und Richtlinien zur Preiskontrolle und Überwachung der Märkte gegen Wucherpreise, besonders bei Getreide und Gemüse verordnete. Der Staatsrat erklärte der Spekulation den Kampf. Sie sei einer der Hauptgrund für die extremen Preissprünge bei Baumwolle, Sojabohnen, Knoblauch und anderen Agrarprodukten. Die Behörden seien angewiesen, dafür zu sorgen, dass wichtige Produkte wie Gemüse, Getreide und Kohle in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, um gegen eine künstliche Verknappung vorzugehen. Obergrenzen für Preise bestimmter Produkte wurden aber nicht erwähnt.
Der Shanghai Composite Index stieg um 0,9 Prozent auf 2.865,45 Punkte. Der Shenzhen Composite Index verbesserte sich um 1,7 Prozent auf 1.260,59 Punkte.
Die Schnäppchenjäger sorgten heute bei den Automobiltiteln für kräftigen Auftrieb. Die
Aktien von SAIC Motor verteuerten sich um 4,9 Prozent, Dongfeng Automobile stiegen um 2,4 Prozent, Beiqi Foton Motor gewannen 3 Prozent hinzu und FAW Car verbesserten sich um 3 Prozent.
Nach dem starken Einbruch der letzten Tage zeigten sich am Donnerstag auch die Minen- und Metallurgietitel wieder fester. Die Werte von
Jiangxi Copper gewannen 2,9 Prozent hinzu, Tongling Nonferrous Metals stiegen um 4,1 Prozent, Sino-Platinum Metals legten 2,4 Prozent zu, Angang Steel verbesserten sich um 1 Prozent und Zijin Mining schnellten um 5,9 Prozent nach oben.
Ebenfalls wieder fester entwickelten sich die Fluglinientitel. Die Papiere von
China Southern Airlines stiegen um 2,2 Prozent,
China Eastern Airlines gewannen 2,7 Prozent hinzu und Air China verbesserten sich um 2,6 Prozent.