EMFIS.COM - 22.10.10 Die lateinamerikanischen Börsen haben den gestrigen Handelstag überwiegend fester beendet. Mit Kursverlusten schloss hingegen der brasilianische Bovespa Index.
Der mexikanische IPC Index kletterte um 0,24 Prozent auf 34.965,2 Punkte, der argentinische Merval Index gewann 0,39 Prozent auf 2.820,28 Punkte hinzu, und in Chile ging es im IPSA Index um 0,4 Prozent auf 4.786,83 Punkte nach oben. Der Bovespa Index hingegen rutschte um 1,1 Prozent auf 69.652,10 Punkte nach unten.
In Brasilien belasteten die
Aktien der Indexschwergewichte Petrobras und Vale den Markt. Petrobras sackten um 3,0 Prozent nach unten, unter anderem hervorgerufen von den deutlichen schwächeren Ölpreisen.
Vale SA korrigierten um 1,6 Prozent, nachdem China gestern seine jüngsten Wirtschaftsdaten bekannt gegeben hatte. Einer der wichtigsten Kunden der Vale ist die chinesische Industrie. Sollte das Wachstum im Reich der Mitte weiter zurückgehen, auch moderat, könnten damit auch die Ergebnisse von Vale beeinträchtigt werden.
Zu den Gewinnern gehörten die Aktien des Stahlproduzenten Usiminas, die 2,2 Prozent hinzugewinnen konnten. Cia. Siderurgica Nacional stiegen um 0,8 Prozent.
Tagesgewinner waren die Aktien des Papierherstellers Fibria Celulose, die sich um 7,7 Prozent verteuerten.
Bei den Banken ging es für Banco do Brasil um 2,6 Prozent nach unten,
Banco Bradesco verloren 1,8 Prozent, Itau Unibanco rutschten um 1,3 Prozent nach unten.
In Mexiko folgten die Investoren den Vorgaben von der Wall Street. In den USA, wichtigster Handelspartner Mexikos, wird derzeit über die weiteren Schritte der Fed spekuliert. Zudem schaut man auf das an diesem Wochenende stattfindende Treffen der G20 an diesem Wochenende.
Zu den Gewinnern gehörten Grupo Mexico, die 0,1 Prozent zulegten. Beim Einzelhändler Wal-Mart de Mexico ging es um 0,5 Prozent aufwärts. Das Indexschwergewicht
America Movil verteuerte sich um 0,2 Prozent.
Nach einer fünfmonatigen Pause begann gestern wieder der Handel mit dem Glashersteller Vitro, dessen Aktien gestern 13 Prozent hinzugewinnen. Die
Aktie war seit Anfang Juni vom Handel ausgesetzt, da das Unternehmen nicht die erforderliche Bilanz für das Geschäftsjahr 2009 vorgelegt hatte.
Der Softgetränkehersteller Coca-Cola Femsa stieg um 0,9 Prozent. Gestern meldete das Unternehmen einen Gewinnrückgang von 0,4 Prozent und einen Umsatzrückgang von 1,3 Prozent. Dies sei vor allem auf die Abwertung des venezolanischen Bolivar zurückzuführen, wie das Unternehmen mitteilte.