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14.03.2011 20:05

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ERDBEBEN/ANALYSE: Naturkatastrophen dürften Rückversicherer belasten ? Barclays

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    LONDON (dpa-AFX) - Die britische Investmentbank Barclays rechnet damit, dass die Naturkatastrophe in Japan ihre Spuren in den Bilanzen von Rückversicherern hinterlassen wird. Gepaart mit den Erdbeben in Neuseeland und den Überschwemmungen in Australien werde das massive Beben 250 Meilen nördlich von Tokio voraussichtlich für erhebliche Verluste bei den globalen Unternehmen der Branche sorgen, schrieben die Analysten in einer Studie vom Montag. Allerdings glauben sie, dass die Auswirkungen auf die Gewinnentwicklung beschränkt bleiben werden. Folgen für die Kapitalsubstanz erwarten sie nicht. Möglich sei jedoch, dass es bei einigen auf den Bermuda-Inseln angesiedelten Rückversicherern oder etwa auch bei der Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) zu einer Verlangsamung der Aktienrückkäufe kommen könnte, betonten die Analysten.

 

    Nach Gesprächen mit einigen Branchenexperten rechnen die Analysten damit, dass die von dem Dienstleister AIR Worldwide auf 15 bis 35 Milliarden US-Dollar geschätzten, nicht von der japanischen Regierung abgedeckten Belastungen eher am unteren Ende der Spanne liegen werden. Sie sehen das Risiko für europäische und auf den Bermudas beheimatete Rückversicherer zusammengerechnet im Bereich von 5 bis 10 Milliarden Dollar. Wegen der komplexen Ermittlung dürften konkrete Schätzungen für die Belastungen aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Insofern raten sie Anlegern dazu, bei Rückversicherern an der Seitenlinie stehen zu bleiben, bis diese kurzfristig überverkauft sind.

 

    Neben den Marktführern Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) und Swiss Re (Schweizerische Rueckversicherungs-Gesellschaft) erwarten die Experten von Barclays unter anderem bei den amerikanischen Rückversicherern Everest Re und Partner Re (Sky Deutschland) die größten Auswirkungen. Erstversicherer wie AIG (American International Group (AIG)) oder ACE Limited (ACE) dürften zwar auch von den Schäden belastet werden, jedoch gehen die Analysten davon aus, dass sich diese bei Rückversicherern abgesichert haben./tih/she

 

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