11.11.2012 14:14
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ESM-Chef Regling sieht schwieriges Jahr für Europa - TV

   Europa steht im kommenden Jahr erneut vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. 2013 werde ein "sehr schwieriges" Jahr, sagte der Geschäftsführende Direktor des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), Klaus Regling, dem Deutschen Anleger Fernsehen (DAF). "Die Finanzkrise im Euroraum und die notwendigen Anpassungsmaßnahmen in Südeuropa kosten Wachstum."

   Diese Anpassung sei unvermeidlich. Es sei aber auch bereits etwas "mehr als die Hälfte geschafft", fügte Regling hinzu. Durch die Einsatzfähigkeit von ESM und EZB seien die Märkte bereits beeindruckt und ruhiger geworden. Er warnte aber zugleich vor erneuten Unruhen. Derzeit gebe es einen synchronen Abschwung in der Weltwirtschaft.

   "Wichtig ist, dass, wenn es wieder Unruhe geben sollte, wir zusammen mit der EZB einsatzfähig sind", unterstrich Regling. Dann sollte die zur Verfügung stehende "Feuerkraft" auch ausreichen und sich eine erneute Diskussion über die Höhe des ESM erübrigen.

   "Wenn die EZB die Gesamtsituation so einschätzt, dass sie OMT einsetzen will, dann ist damit die Feuerkraft insgesamt so groß, dass wir keine neue Volumendiskussion brauchen", so der ESM-Chef. Die EZB will mit ihrem neuen Programm unter dem Namen OMT (Outright Monetary Transactions) unbegrenzt Staatsanleihen kaufen, um damit die Anleiherenditen bestimmter Staaten zu senken.

   Einen Forderungsverzicht wie in Griechenland werde es in keinem anderen Land geben. Griechenland sei ein "absoluter Sonderfall, eine Ausnahme." Zur Frage, ob im Falle Griechenlands ein weiterer Schuldenschnitt notwendig sei, wollte sich Regling nicht äußern.

   Der Deutsche Klaus Regling wurde dieses Jahr zum Leiter des ESM berufen. Der dauerhafte Rettungsschirm soll angeschlagene Länder der Eurozone mit Krediten und Bürgschaften unterstützen. Der Fonds hat insgesamt eine finanzielle Feuerkraft von 500 Milliarden Euro.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/kla

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   November 11, 2012 07:44 ET (12:44 GMT)

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