11.11.2012 17:06
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EU-Kommissar Oettinger fordert langsameren Solarausbau - Magazin

   EU-Energiekommissar Günther Oettinger fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau der Solarenergie in Deutschland stärker abzubremsen. Ansonsten werde Deutschland schon 2015 seine Obergrenzen erreicht haben und den Zubau praktisch einstellen, sagte Oettinger der Wirtschaftswoche. Somit werde alles mit der "heute verfügbaren Technik" zugebaut und der technische Fortschritte "geht an uns vorbei".

   Wegen hoher Fördergelder wurde in Deutschland massiv in den Ausbau von Solar- und Windenergieanlagen investiert, weshalb die Stromproduktion daraus erheblich zugelegt hat. Um beispielsweise den auf hoher See produzierten Strom aber von Nord- nach Süddeutschland zu übertragen, müssen zum Gelingen der Energiewende Netze und Stromtrassen ausgebaut werden.

   Wie in jeder anderen Branche sollte laut Oettinger gelten: "Es wird nur dort produziert, wo die Ware auch abtransportieren werden kann." Doch diese Einflussmöglichkeit biete das Erneuerbare Energiengesetz nicht.

   Noch deutlicher wurde Stephan Kohler, Chef der halbstaatlichen Deutschen Energie-Agentur (Dena). Er fordert die Bundesregierung auf, die derzeitige Förderung von erneuerbaren Energien so schnell wie möglich zu beenden. "Jede neue Photovoltaik- oder Windenergieanlage, die wir nicht sinnhaft integrieren können, hat im System einen negativen Effekt", sagt Kohler dem Spiegel.

   Kohler schlägt vor, die Photovoltaik nur noch dort auszubauen, wo sie gebraucht wird und wo es Netze gibt, die den Strom aufnehmen können.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/kla

   (END) Dow Jones Newswires

   November 11, 2012 10:36 ET (15:36 GMT)

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