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18.01.2013 12:11

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EU-Kommission hatte keine Geduld mehr mit UPS

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   Von Robin van Daalen

   AMSTERDAM--Die Europäische Kommission hat die Geduld mit UPS verloren. Sie sei nicht bereit gewesen, dem US-Unternehmen mehr Zeit zu geben, damit es die Bedenken der Kommission bei der geplanten Übernahme der niederländischen TNT Express ausräumen kann. Die Wettbewerbshüter hätten bemängelt, dass es keine verbindliche Vereinbarung für den vorgeschlagenen Verkauf von Vermögenswerten gebe, sagte ein TNT-Sprecher. Zudem habe die Kommission Bedenken wegen der Eignung des Käufers gehabt.

   Der US-Logistikriese UPS hatte die milliardenschwere Übernahme der niederländischen TNT Express am Montag gekippt nachdem klar wurde, dass die Kommission das Vorhaben nicht genehmigen würde. Die Behörde habe am 11. Januar angekündigt, dass sie weiter ernsthafte Bedenken habe. UPS habe um mehr Zeit gebeten, um die Bedenken auszuräumen und einen verbindlichen Vertrag zu vereinbaren. Die Kommission sei aber nicht gewillt gewesen, die Prüfung auszusetzen. Die Kommission werde ihre Entscheidung am 5. Februar mitteilen, sagte eine Sprecherin der Behörde am Freitag. Weitere Einzelheiten wollte sie nicht nennen.

   UPS hat ihren Übernahmevorschlag mehrere Male abgeändert, die Anforderungen der Kommission aber nicht erfüllt. Bedenken hatte die Kommission vor allem beim Wettbewerb im europäischen Paketmarkt. "Die geplante Transaktion verringert unter anderem die Zahl der Konzerne, die die europaweiten Paketnetzwerke kontrollieren, auf drei", hatte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia im Herbst erklärt. Nach Ansicht der Kommission verblieben nur noch DHL - der Paketdienst der Deutschen Post - und Federal Express als einzige ernsthafte Konkurrenten von UPS in Europa. Dabei ist Federal Express auch noch deutlich kleiner als seine beiden Wettbewerber.

   Zwar hatte sich UPS noch in diesem Monat bereit erklärt, Unternehmensteile zu verkaufen, um den französischen Anbieter DPD zu einem Konkurrenten aufzubauen. Die EU-Kommission war jedoch nicht überzeugt davon, dass DPD die Kapazität hat, um die Wettbewerber ernsthaft anzugreifen. Eine der Kommission nahestehende Person hatte früher in der Woche gesagt, dass einige der letzten Vorschläge von UPS "zu spät" eingebracht worden seien. Zudem seien sie "zu komplex", um noch rechtzeitig vor der anstehenden Entscheidung geprüft zu werden.

   UPS habe den revidierten Vorschlag am 3. Januar eingereicht, sagte der TNT-Sprecher. Zum in Aussicht genommenen Käufer der Aktiva wollte er keine Angaben machen.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/DJN/bam/cbr

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   January 18, 2013 05:52 ET (10:52 GMT)

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