30.01.2013 11:58
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Fusion von UPS und TNT scheitert am Veto der EU-Kommission

EU-Kommission mit Veto
Die milliardenschwere Fusion der Logistikkonzerne United Parcel Service (UPS) und TNT Express ist geplatzt.
Die europäischen Wettbewerbshüter haben wie erwartet ihr Veto gegen das Vorhaben eingelegt. Das teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Die Kartellwächter rund um EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia stießen sich an der zu erwartenden Marktmacht eines fusionierten Konzerns. Von dem Verbot dürfte der Konkurrent Deutsche Post DHL (Deutsche Post) ebenso wie das US-Unternehmen FedEx profitieren.

 Die Aktie des vormaligen Übernahmekandidaten TNT Express reagierte kaum auf die Nachrichten, nachdem die Ablehnung durch die EU-Kommission seit Mitte Januar erwartet worden war. Nach dem endgültigen Nein der Behörde lag das Papier am Mittwoch ähnlich wie vor der Entscheidung mit 2,51 Prozent im Minus.

  Nach Ansicht der EU-Kommission hätte es nach dem Zusammenschluss zu wenig Wettbewerb in Europa gegeben. In 15 EU-Ländern wäre durch die Übernahme die Zahl der großen Anbieter auf zwei oder drei zusammengeschrumpft - zu wenig, befanden die Kartellwächter. Dies hätte zu Preissteigerungen geführt.

    Eigentlich wollten die Amerikaner den niederländischen Konkurrenten für 5,2 Milliarden Euro schlucken. Damit wollte United Parcel Service auf dem europäischen Expressmarkt zum Platzhirsch DHL aufschließen. Die Fusionspartner waren zwar auf Brüssel zugegangen und hatten Zugeständnisse gemacht; diese reichten den Wettbewerbshütern aber nicht aus. Gegen das Nein aus Brüssel könnten die Konzerne vor dem Europäischen Gerichtshof klagen.

    BRÜSSEL (dpa-AFX)

Bildquellen: UPS
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