22.02.2013 11:10
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EU-Kommission senkt Wachstumsprognose für Deutschland

   Von Hans Bentzien

   Die EU-Kommission hat ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland im laufenden Jahr leicht gesenkt, rechnet aber für nächstes Jahr weiterhin mit einer deutlichen Verstärkung des Wirtschaftswachstums. Wie aus der aktuellen Prognose der Kommission hervor geht, rechnet sie damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2013 um ein halbes Prozent steigen wird und 2014 um 2,0 Prozent. Im November hatte sie noch Wachstumsraten von 0,8 und 2,0 Prozent vorausgesagt.

   Die Kommission erwartet, dass das Wirtschaftswachstum wegen der guten Arbeitsmarktlage und der hohen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Jahresverlauf anziehen wird. Dass sie ihre Prognose für den Jahresdurchschnitt 2013 trotzdem gesenkt hat, begründete die Kommission mit der schwachen Ausgangsbasis, die sich aus dem BIP-Rückgang von 0,6 Prozent im vierten Quartal 2012 ergibt.

   Ihre Prognosen für die Entwicklung der öffentlichen Finanzen hat die Kommission nicht verändert. Sie erwartet nach wie vor, dass der deutsche Staat 2013 gemessen am BIP ein Haushaltsdefizit von 0,2 Prozent aufweisen wird und 2014 einen ausgeglichenen Haushalt haben wird.

   Darüber hinaus prognostiziert die Kommission, dass der Staat den 2012 erreichten konjunkturbereinigten Überschuss von 0,5 Prozent in den beiden Folgejahren halten kann. "Damit dürfte Deutschland seine mittelfristigen Haushaltsziele erreicht haben", konstatierte die Kommission.

   Die gesamte Verschuldung Deutschlands sieht die EU-Kommission 2013 bei 80,7 (zuvor: 80,8) Prozent und 2014 bei 78,3 (78,4) Prozent.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/chg

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   February 22, 2013 05:00 ET (10:00 GMT)

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