24.01.2013 15:28
Bewerten
(0)

EU-Kommission will fast 8 Millionen Stromtankstellen durchsetzen

   Von Claudia Wiese

   BRÜSSEL--Alternative Autoantriebe kommen in der EU nicht aus den Startlöchern. Es ist das typische Problem mit der Henne und dem Ei: Die Infrastruktur wird nicht ausgebaut, weil es nicht genügend Fahrzeuge auf den Straßen gibt; und die Fahrzeuge werden nicht verkauft, weil sie zu teuer sind und es nicht genügend "Tankstellen" für alternative Kraftstoffe bzw Strom gibt.

   Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, will die Europäische Kommission bis 2020 fast 8 Millionen Ladesäulen in der EU aufbauen sowie ein Netzwerk für "saubere" Kraftstoffe wie Wasserstoff oder Erdgas. Eine entsprechende Richtlinie plus Empfehlungen für die Mitgliedstaaten schlug Verkehrskommissar Siim Kallas am Donnerstag vor. Europäisches Parlament und EU-Mitgliedstaaten müssen den Plänen noch zustimmen.

   "Die Entwicklung innovativer, alternativer Kraftstoffe bietet sich eindeutig als Lösung an, um die Ressourceneffizienz der Wirtschaft Europas zu verbessern, unsere übermäßige Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern und eine Verkehrsindustrie aufzubauen, die den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen ist", erklärte der Kommissar.

   Bis 2050 soll der CO2-Ausstoß im Verkehrssektor der EU im Vergleich zu 1990 um 60 Prozent reduziert und bis 2020 mindestens 10 Prozent des Energiebedarfs im Verkehr mit erneuerbarer Energie gedeckt werden. Derzeit ist der Verkehrssektor zu 94 Prozent von Öl abhängig, wovon 84,3 Prozent importiert werden müssen, wie die Kommission weiter mitteilte.

   China und die USA planten spätestens 2020 mehr als 6 Millionen Elektrofahrzeuge im Straßenverkehr zu haben. "Dies ist eine enorme Chance für Europa, sich auf einem rasch wachsenden globalen Markt eine starke Position zu sichern", so Kallas.

   Nicht einmal 12.000 Strom-Tankstellen gibt es aber laut Kommission derzeit in der EU. Bis 2020 sollen es nun fast 8 Millionen werden, wovon 10 Prozent öffentlich zugänglich sein sollen. Jedem Mitgliedstaat wird ein eigenes, verbindliches Ziel vorgegeben. So soll Deutschland 150.000 öffentliche und insgesamt 1,5 Millionen Ladestationen aufbauen. Derzeit gibt es laut der Nationalen Plattform Elektromobilität etwa 2.200 öffentlich zugängliche Ladepunkte.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/cla/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   January 24, 2013 08:57 ET (13:57 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 08 57 AM EST 01-24-13

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich leichter -- Dow verliert -- VW-, Daimler-, BMW-Aktien verlieren kräftig: Deutsche Autoindustrie soll sich abgesprochen haben -- BYD, Tesla, Microsoft, eBay im Fokus

Siemens und Bombardier verhandeln über Eisenbahn-Joint Venture. Gazprom darf mehr Gas nach Deutschland pumpen. S&P stellt Griechenland bessere Bonität in Aussicht. Apple will mit Chinesen Autobatterien bauen: Unerwartete Konkurrenz für Tesla? Bill Gross warnt vor einem möglichen Wirtschaftskollaps. Warum Exxon jetzt plötzlich zum Umweltfreund wird. Bitcoin zurück auf Rekordkurs. General Electric verdient im zweiten Quartal weniger. Erneuter Ether-Diebstahl schreckt die Branche auf.

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Sorglos die Koffer packen
In diesen europäischen Ländern kommt man voll auf seine Kosten
KW 28: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Die ärmsten Länder der EU
Hier ist das BIP schlechter als im Durchschnitt
Vor diesen Berufen macht die Digitalisierung keinen Halt
Diese Jobs sind besonders stark bedroht
Diese Millionenbeträge verdienten die Sport-Stars in 2017
Diese Profis konnten ihren Kontostand 2017 deutlich verbessern
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?
mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine Obergrenze für Flüchtlinge weiter ab. Sind Sie für eine solche Grenze?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
BYD Co. Ltd.A0M4W9
BMW AG519000
Lufthansa AG823212
ADVA SE510300
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
Allianz840400
EVOTEC AG566480
Infineon AG623100
BASFBASF11
E.ON SEENAG99