21.02.2013 07:12
Bewerten
 (0)

EU-Parlamentspräsident warnt Italien vor Berlusconi - Zeitung

   Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), hat die italienische Bevölkerung mit drastischen Worten vor einer neuerlichen Wahl von Silvio Berlusconi zum Ministerpräsidenten gewarnt. Berlusconi habe "Italien schon mal durch unverantwortliches Regierungshandeln und persönliche Eskapaden ins Trudeln gebracht", sagte Schulz der Bild-Zeitung. Bei der kommenden Parlamentswahl gehe "es deshalb um sehr viel, auch darum, dass nicht das Vertrauen verspielt wird", welches das Land durch den derzeitigen Regierungschef Mario Monti gewonnen habe.

   Er habe großes Vertrauen in die italienischen Wähler, dass "sie die für ihr Land richtige Wahl treffen werden", sagte Schulz. Mit Pier Luigi Bersani gebe es einen guten Kandidaten, der die Weiterführung von Reformen, die Stimulierung der Wirtschaft sowie die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit anpacken werde.

   Schulz und Berlusconi haben ein bekanntermaßen gespanntes Verhältnis. Im Jahr 2003 hatte Berlusconi, damals Ministerpräsident, Schulz, damals Fraktionsvize der Sozialdemokraten, schwer attackiert und beleidigt: Berlusconi sagte, er halte Schulz für die perfekte Besetzung in der Rolle eines KZ-Aufsehers für einen Film, der in Italien gedreht werde. Schulz hatte zuvor Berlusconis Doppelrolle als Ministerpräsident und Medienzar kritisiert.

   Kontakt zum Autor: andreas.plecko@dowjones.com

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   February 21, 2013 00:42 ET (05:42 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 42 AM EST 02-21-13

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX kaum bewegt -- LEONI streicht 1.100 Arbeitsplätze -- IWF korrigiert erneut Wachstumsprognose für Deutschland -- Monsanto verlangt wohl deutlich mehr von Bayer -- Deutsche Bank im Fokus

JPMorgan: Schottland ist bis 2019 unabhängig und hat eine eigene Währung. ProSiebenSat.1 bekräftigt Wachstumsziele trotz Brexit-Risiken. BMW arbeitet mit Partnern am selbstfahrenden Auto. Beschäftigung in Deutschland erreicht neuen Höchststand. Corporate-Bond-Markt zeigt sich von Brexit unbeeindruckt.
So hoch sind die Bundesländer verschuldet
Welches ist das wertvollste Team?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?