BRÜSSEL (Dow Jones)--Eigentlich sollte es die Pipeline Nabucco sein, die Erdgas aus Zentralasien nach Mitteleuropa transportieren soll. Die Europäische Union, die sich seit Jahren für das Projekt einsetzt, kann aber auch mit einer anderen Lösung leben. Voraussetzung sei, dass zwei Bedingungen erfüllt würden, sagte Marlene Holzner, Sprecherin von EU-Energiekommissar Günther Oettinger, Dow Jones Newswires.
So müsse die Kapazität jederzeit leicht auszubauen sein. Zudem müsse ein stabiler internationaler Rechtsrahmen bestehen, der Klarheit und Sicherheit biete.
Sollte die Entscheidung für eine andere Pipeline als Nabucco fallen, so werde die EU-Kommission dies begrüßen, sagte sie. Auf Aussagen des RWE-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann in einem Interview mit dem Wall Street Journal Deutschland wollte sie nicht eingehen. RWE müsse nicht unbedingt an dem Bau der milliardenschweren Pipeline beteiligt sein, hatte der Manager gesagt.
Das Projekt Nabucco, dessen Kosten immer weiter in die Höhe schnellen, verliert zusehends den Rückhalt. Den beteiligten Unternehmen gelang es bisher nicht, für den Bau ausreichende Lieferzusagen zu erhalten. Die Europäische Union unterstützte das Vorhaben bisher als wichtige Alternative zu den Gaslieferungen aus Russland.
-Von Alessandro Torello, Dow Jones Newswires;
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January 17, 2012 11:07 ET (16:07 GMT)
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