EU warnt vor weiter steigenden Nahrungsmittelpreisen
Umstritten war im Plenarsaal der Anteil von Biokraftstoffen an der Nahrungsmittelkrise. Die EU sollte Biokraftstoffe der zweiten Generation fördern, die mit Abfällen aus der Nahrungsmittelproduktion hergestellt würden, sagte der slowenische EU-Ratsvertreter Janez Lenarcic. Biotreibstoffe machten lediglich zwei Prozent der landwirtschaftlichen Anbaufläche in Europa aus, sagte der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten, Joseph Daul.
POLITISCHER WILLE NÖTIG
Erforderlich sei der politische Wille, die Agrarproduktion in den ärmeren Ländern zu steigern, sagte Schulz, der mit internationalen Anlagefonds hart ins Gericht ging. Sie hätten ihre Spekulationen auf den Nahrungsmittelsektor ausgeweitet. "Damit haben sie die Unmoral auf die Spitze getrieben". Die EU hat nach Angaben Lenarcics im laufenden Jahr bereits ihre Flächenstilllegungs -Programme beendet, um die Produktion wieder anzukurbeln.
Michel und Lenarcic sprachen sich dafür aus, die Agrarproduktion und die Selbstversorgung in den armen Ländern zu fördern, in denen es zu Hungeraufständen kommt. Auch der CDU-Abgeordnete Horst Schnellhardt forderte, in Entwicklungsländern "die Hilfe zur Selbsthilfe" zu verstärken./pk/DP/stw


