04.04.2013 15:36

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EZB-Chef Draghi: Zyprische Bankenrettung ist keine Vorlage für andere Fälle


    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Beteiligung von Bankkunden, Gläubigern und Anteilseignern ist nach Auffassung der Europäischen Zentralbank (EZB) kein Modell für künftige Bankenrettungen im Euroraum. "Zypern ist keine Mustervorlage", sagte EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Draghi schränkte ein, der in Zypern vollzogene Bail-in sei an sich nicht das Problem. Problematisch sei vielmehr, dass es dafür keine klaren Regeln gebe. Deswegen könne ein Bail-in schnell in ungeordneten Bahnen verlaufen.

    Anfang vergangener Woche hatte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem für große Verunsicherung gesorgt, weil er die Rettung zyprischer Banken als Blaupause für künftige Problemfälle umschrieben hatte. Mit seinen Äußerungen, die er wenig später relativierte, widersprach er der Grundlinie der Euro-Finanzminister. Diese hatten Zypern über Wochen hinweg als Sonderfall bezeichnet. Nach Einschätzung vieler Beobachter hielten sich die von Zypern ausgehenden Ansteckungseffekte auf andere Euroländer auch deswegen in engen Grenzen./bgf/hbr

Kommentare zu diesem Artikel

reini54 schrieb:
04.04.2013 16:30:57

Zypern ist kein Mustervorlage und niemand will eine Mauer bauen. Die Liste der Lügen von politischen Verantwortungsträgern könnte beliebig verlängert werden. Wer denen glaubt, der glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten.

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