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09.02.2012 15:11

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EZB-Chef Draghi hält sich bei Beteiligung an Athen-Umschuldung bedeckt


    FRANKFURT (dpa-AFX) - EZB-Chef Mario Draghi hat sich bei der Frage einer möglichen Beteiligung der Notenbank an einem Schuldenschnitt in Griechenland zurückhaltend gezeigt. Gefragt danach, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mit griechischen Staatsanleihen in ihrem Portfolio verfahren wolle, sagte Draghi am Donnerstag in Frankfurt: "Ich kann nichts dazu sagen, wie unsere Griechenland-Bonds behandelt werden." Draghi bestätigte jedoch, dass zwischen den griechischen Regierungsparteien eine Einigung über die Forderungen der öffentlichen Geldgeber nach zusätzlichen Einsparungen erzielt worden sei. Nun müssten sich die Euro-Finanzminster mit der Angelegenheit beschäftigen, bevor weitere Schritte diskutiert werden könnten.

 

    Die EZB war bei der Frage einer Umschuldung in Griechenland zusehends unter Druck geraten. Hintergrund ist, dass die Notenbank seit dem Frühjahr 2010 griechische Staatsanleihen am freien Markt deutlich unter Nennwert gekauft hat. Sie hat damit das erste Rettungspaket für Athen flankiert. Experten schätzen das Volumen der Käufe auf rund 50 Milliarden Euro. Bislang hatte sich die Notenbank kategorisch geweigert, an einem freiwilligen Schuldenschnitt teilzunehmen. Zuletzt war allerdings der Vorschlag zu hören gewesen, die Notenbank könne ihre Anleihen an den Rettungsfonds EFSF zum Einstandspreis verkaufen. Damit würde sie dem Vorwurf begegnen, sie fahre mit den Papieren hohe Kursgewinne ein, falls sie die Titel bis zum Laufzeitende hält./bgf/hbr

 

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