12.12.2012 10:01
Bewerten
 (2)

EZB-Chefvolkswirt sieht wenig Spielraum für Zinsschritte

    WASHINGTON (dpa-AFX) - EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hat die Phantasien um weitere Senkungen der Leitzinsen etwas gedämpft. "Es gibt wenig Spielraum für Manöver", sagte der Belgier dem "Wall Street Journal" (Mittwochausgabe). "Ich denke, wir sollten weiter den Fokus darauf setzen, die Effektivität der Geldpolitik sicherzustellen."

 

    Die Zinspolitik gilt nur begrenzt als geeignetes Mittel, um die auseinanderdriftenden Finanzierungskonditionen in den 17 Euroländern wieder ins Lot zu bringen. Viele Experten halten Anleihekäufe für ein sinnvolleres Instrument, um die blockierten Kreditmärkte in den Krisenländern zu beleben.

 

    Ein entsprechendes Programm (OMT) hat die Europäische Zentralbank (EZB) startklar. Allerdings müssten die Regierungen es erst durch Hilfsanträge aktivieren, die mit Reformauflagen verbunden wären.

 

    Nach Einschätzung der Anleiheanalysten von der Commerzbank hat Praet mit seinen Äußerungen gegenüber dem "WSJ" deutlich gemacht, dass die Zinsen derzeit nicht das Hauptthema im EZB-Rat sind.

 

    In der vergangenen Woche hatte die Notenbank ihren Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent belassen. Allerdings signalisierte der slowakische Notenbankchef Jozef Makuch danach eine Zinssenkung Anfang 2013./hbr/bgf

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich erholt -- Dow schließt im Plus -- Bundesregierung dementiert angeblichen Rettungsplan für die Deutsche Bank -- Wer hat was von der Air-Berlin-Zerschlagung? -- VW, Nike im Fokus

Private Krankenkassen erhöhen Beiträge wohl in zweistelliger Höhe. Seehofer kündigt "größte Steuersenkung aller Zeiten" an. Linde-Aktie auf Höhenflug: Praxair-Zusammenschluss doch nicht vom Tisch? Wells Fargo kappt Chef-Boni in Höhe von 41 Millionen Dollar. Bayer arbeitet am Verkauf eigener Sparten.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?