26.06.2013 11:12
Bewerten
(0)

EZB-Präsident Draghi weist auf Grenzen der Geldpolitik hin

DRUCKEN

   Von Hans Bentzien

   EZB-Präsident Mario Draghi hat auf die Grenzen der Geldpolitik hingewiesen, zugleich aber das Staatsanleihekaufprogramm OMT verteidigt. In einer Rede vor der französischen Nationalversammlung plädierte Draghi zudem für eine europäische Bankabwicklungsbehörde.

   "Man muss anerkennen, dass Geldpolitik ihre Grenzen hat. Die Frage ist dabei nicht, wie weit unser Mandat reicht, sondern wozu bestimmte Institutionen grundsätzlich berechtigt sind", sagte er laut vorab verbreitetem Redetext. So sei Geldpolitik nicht in der Lage, reales Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Denn wenn es kein Wachstum gebe, weil die Wirtschaft nicht genug erzeuge oder Unternehmen Wettbewerbsfähigkeit verloren hätten, dann könne die Zentralbank das nicht ändern.

   Als weiteres Beispiel nannte der EZB-Präsident nannte die Kreditklemme bei Haushalten und kleineren Unternehmen. Er sagte: "Kreditvergabe erfordert Finanzierung, Kapital und eine positive Risikoabschätzung. Die Zentralbank kann bei der Finanzierung helfen und makroökonomische Risiken beeinflussen." Aber sie könne weder Kapital bereitstellen, noch habe sie Einfluss darauf, wie eine Bank die Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers beurteile.

   Draghi bezeichnete die geplante europäische Bankenunion als notwendig für die Reintegration der europäischen Finanzmärkte und erinnerte daran, dass die dazu notwendige gemeinsame Bankenaufsicht erst ein Jahr nach Verabschiedung der notwendigen Gesetze ihre Arbeit aufnehmen kann. Der ursprünglich für Mitte 2014 geplante Start ist deshalb nicht mehr zu schaffen.

   Draghi machte zudem für eine gemeinsame europäische Behörde zur Bankenabwicklung stark. Diese Behörde müsse eine "starke europäischen Dimension" haben, forderte er. Frankreich und Deutschland favorisieren dagegen eine Kooperation nationaler Behörden.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   June 26, 2013 04:45 ET (08:45 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 45 AM EDT 06-26-13

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht kaum bewegt ins Wochenende -- US-Börsen kaum verändert -- Bundestagswahl und DAX: Darauf hoffen Börsianer -- Lufthansa mit guten Chancen bei Air Berlin -- Apple, Siltronic, Airbus im Fokus

Siemens und Alstom ringen um Bahntechnik-Bündnis. L'Oreal-Aktie profitiert von Spekulationen über Nestlé-Anteil. Liliane Bettencourt: Reichste Frau der Welt ist tot. China kritisiert Herabstufung durch Ratingagentur S&P. Personalvermittler Adecco setzt Erlöswachstum im dritten Quartal fort.

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Banken wurden für die Finanzkrise am härtesten bestraft
Welche Bank zahlte am meisten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Dieselskandal hat die Reputation der deutschen Wirtschaft beschädigt. Unterstützen Sie deshalb die Forderung der Anti-Korruptions-Organisation nach einem Unternehmensstrafrecht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Allianz840400
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
BYD Co. Ltd.A0M4W9
BMW AG519000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Siemens AG723610
adidas AGA1EWWW
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
Deutsche Telekom AG555750