07.02.2013 09:37
Bewerten
 (0)

EZB braucht mehr Zeit für Prüfung der Irland-Vorschläge

   Von Eamon Quinn und Paul Hannon

   DUBLIN--Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Irland noch keine finanziellen Erleichterungen bei der Schuldenrückzahlung zugesagt. Die EZB benötige mehr Zeit, um den neuen Vorschlag der irischen Regierung zu prüfen, teilte das Finanzministerium des Landes am Mittwochabend mit. Zuvor war in Dubliner Regierungskreisen die Hoffnung geäußert worden, die EZB könne Irland schon am Mittwochabend, bei dem Treffen am Vorabend der geldpolitischen Sitzung, eine Zusage geben. Nachdem sich diese Hoffnungen zerschlagen haben, wurde eine geplante Kabinettssitzung abgesagt, auf der die Einzelheiten einer Vereinbarung mit der EZB beraten werden sollten.

   Irland will die Rückzahlungsmodalitäten für Schulden in Höhe von 31 Milliarden Euro ändern, die aus der Stützung der Finanzinstitute Anglo Irish Bank und Irish Nationwide Building Society stammen. Auf die Verbindlichkeiten in Form eines Schuldscheins (Promissory Note) müssen jedes Jahr sowohl Tilgung als auch Zinsen gezahlt werden.

   Irland müsste nach dem jetzigen Stand bis 2023 jedes Jahr 3,1 Milliarden zahlen. Finanzminister Michael Noonan wollte die Verbindlichkeiten in eine langlaufende Staatsanleihe umwandeln, bei der lediglich die Zinsen jährlich fällig sind. Die Anleihe sollte nach dem ersten Plan eine Laufzeit von 40 Jahren haben, bei dem neuen Vorstoß war eine Laufzeit von 15 Jahren vorgesehen.

   Die irische Regierung hat mehrfach betont, dass Zugeständnisse der EZB noch vor Ende März erzielt werden sollten, da dann die nächste Rate von 3,1 Milliarden Euro fällig ist. Die Erleichterungen würden es für Irland wesentlich einfacher machen, wie geplant zum Jahresende 2013 das internationale Hilfsprogramm zu verlassen und sich wieder selbst an den Kapitalmärkten zu refinanzieren.

   Unterdessen hat das irische Parlament am Mittwochabend in einer eilig angesetzten Abstimmung beschlossen, die frühere Anglo Irish Bank, die mittlerweile als Irish Bank Resolution Corp firmiert, abzuwickeln.

   Kontakt zu den Autoren: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/sgs/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   February 07, 2013 03:17 ET (08:17 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 17 AM EST 02-07-13

Heute im Fokus

DAX schließt unter 9.000 Punkten -- Dow tiefrot -- Ölpreis tief im Minus -- Strafzinsen für Mittelstandskunden der Commerzbank -- VW will US-Autofahrer großzügig entschädigen -- Siemens im Fokus

Eurokurs baut Vorsprung zum Dollar aus - Wieder über 1,12 US-Dollar. Deutsche Bank kann demnächst anstehende AT1-Wertpapiere bedienen. Probleme mit Airbag-Auslöser - Auch Audi in USA von Continental-Rückruf betroffen. VW muss Jahreszahlen bis Ende April vorlegen. Technologie-Aktien folgen der Talfahrt an der Nasdaq.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten
Wieviel verdient man in den einzelnen Bundesländern?
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die öffentliche Verschwendung
Wen sieht die BrandZ-Studie vorn?
Diese Materialien könnten Sie sich nach Ihrem nächsten Lottogewinn gönnen
Wer waren die Aktienstars des deutschen Leitindex?
Wie entwickelten sich Rohstoffe im 3. Quartal?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Geldgeber Griechenlands sind mit den Reformbemühungen der Regierung in Athen laut einem Medienbericht noch nicht zufrieden. Ist für Sie das Thema Grexit abgehakt?