19.11.2015 16:12
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EZB um Erreichen ihrer Inflationsziele besorgt

Frankfurt (Reuters) - Die EZB sorgt sich um das Erreichen ihrer Inflationsziele und signalisiert eine mögliche weitere Öffnung ihrer Geldschleusen.

Kopfschmerzen bereitet den Frankfurter Währungshütern vor allem, dass trotz ihrer ultralockeren Geldpolitik die Inflation im Währungsraum hartnäckig niedrig bleibt. Es sei möglich, dass die bisherigen geldpolitischen Schritte nicht genügend Wirkung entfalten, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll der EZB-Zinssitzung von Oktober. Lockert die EZB ihre Geldpolitik im Dezember noch weiter, würden die Notenbanken diesseits und jenseits des Atlantiks künftig klar getrennte Wege gehen. Denn bei der Fed in den USA steht die Ampel für eine Zinserhöhung im Dezember inzwischen deutlich auf grün.

Während die EZB-Protokolle die Aktienkurse nur wenig beeinflussten, sorgte die Aussicht auf eine behutsame Straffung der US-Geldpolitik am Markt für Erleichterung. Der Dax kletterte über die Marke von 11.000 Zählern und legte in der Spitze 1,7 Prozent auf 11.150 Zähler zu. Das war der höchste Stand seit mehr als drei Monaten. An den US-Börsen sorgte die Fed Händlern zufolge weiter für eine gute Grundstimmung.

Die Euro-Wächter diskutierten auf ihrer Ratssitzung auf Malta insbesondere die Gefahr, dass ihr Inflationsziel immer weiter in die Ferne rückt. "Solch eine Revision des Inflationsausblicks wurde als potenziell beunruhigend gewertet", hieß es im Protokoll. Die EZB strebt mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent an, die sie als optimal für die Wirtschaftsentwicklung betrachtet. Im September waren die Preise im Währungsraum aber um 0,1 Prozent gesunken.

Die EZB pumpt seit März mit ihrem auf über eine Billion Euro angelegten Anleihen-Kaufprogramm Woche für Woche Milliarden in das Bankensystem. Das soll die Kreditvergabe ankurbeln, was wiederum die Konjunktur stützen und für mehr Inflation sorgen soll. Bisher blieb aber der große Erfolg aus. Auf Malta betonten die Währungshüter daher ihre Entschlossenheit zu handeln und wenn erforderlich alle geldpolitischen Mittel einzusetzen. EZB-Chef Mario Draghi hat seitdem mehrfach angedeutet, dass die Notenbank ihre Geldschleusen auf der Zinssitzung Anfang Dezember weiter öffnen könnte. Dabei steht nicht nur das Anleihen-Programm im Fokus - auch eine weitere Verschärfung des Strafzinses für Banken, wenn diese bei der EZB über Nacht Geld parken, wird diskutiert.

IN DEN USA STEHEN DIE ZEICHEN AUF ZINSERHÖHUNG

Während im Währungsraum die ultralockere Geldpolitik noch länger andauern dürfte, hat die US-Notenbank Fed auf ihrer Sitzung im Oktober die Weichen für die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren gestellt. Die meisten Führungsmitglieder gehen laut dem Sitzungsprotokoll davon aus, dass die Bedingungen für eine Anhebung wohl erfüllt sein dürften. Die Notenbanker waren sich weitgehend einig, dass sie ein Signal für eine nahende Zinserhöhung setzen mussten. Auch den weiteren geldpolitischen Pfad steckten sie ab: So sehen sie wenig Spielraum für größere Zinsschritte.

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