10.06.2013 07:37

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EZB warnt vor "erheblichen" Folgen eines Urteils aus Karlsruhe - Zeitung


   Einen Tag vor Beginn der Verhandlung vor dem Verfassungsgericht über das Staatsanleihen-Aufkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) hat EZB-Direktor Jörg Asmussen vor den Folgen eines möglichen Urteils gewarnt. In einem Interview mit der Bild-Zeitung sagte Asmussen:

   "Ich habe hohen Respekt vor dem Gericht und werde einer unabhängigen Institution keine Ratschläge erteilen. Generell gilt aber: Keine Institution handelt im luftleeren Raum. Wenn das Aufkauf-Programm zurückgenommen werden müsste, hätte das erhebliche Konsequenzen."

   Zugleich erklärte Asmussen, warum er und nicht EZB-Präsident Mario Draghi an der Verhandlung in Karlsruhe teilnehme. "Das Verfassungsgericht hat eine Einladung an die EZB geschickt, nicht an Herrn Draghi persönlich. Wir haben uns dann überlegt, wer am geeignetsten wäre. Ich kenne das Verfassungsgericht von allen EZB-Direktoren am besten, deshalb fiel die Wahl auf mich."

   DJG/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   June 10, 2013 01:07 ET (05:07 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 07 AM EDT 06-10-13

Kommentare zu diesem Artikel

Botox49 schrieb:
12.06.2013 09:02:05

Falls der Euro beibehalten wird, sind die Folgen für den deutschen Steuerzahler noch viel dramatischer, insofern irrt Asmussen

reini54 schrieb:
10.06.2013 14:53:32

Ich habe hohen Respekt vor der EZB und werde einer unabhängigen Institution keine Ratschläge erteilen. Aber ein Gericht ist in D unabhängig und entscheidet hoffentlich im Sinne des Volkes. Ob es Draghi nun passt oder nicht. D ist nicht das Eigentum des Falschmünzers Draghi.

Jürgen54 schrieb:
10.06.2013 08:46:25

Hat Herr Asmussen das Ankaufprogramm alleine iniziert? Nein, das war das Direktorium. Also muss Herr Draghi zum Verfassungsgericht erscheinen, um alle Aspekte der EZB-Entscheidung zu erläutern.

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