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18.02.2009 07:45

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Eine in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet Oncology veröffentlichte bahnbrechende Studie zeigt, dass Celgenes Arzneimittel Vidaza®...


Eine in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet Oncology veröffentlichte bahnbrechende Studie zeigt, dass Celgenes Arzneimittel Vidaza® bei myelodysplastischen Syndromen und bei akuter myeloider Leukämie der Intermediate-2- und Hochrisikostufe beispiellose Gesamtüberlebensraten zeigt.

Erstes und einziges Mittel, mit dem an myelodysplastischen Syndromen (MDS) und akuter myeloider Leukämie (AML) der Intermediate-2 und Hochrisikostufen leidende Patienten mit 20 bis 30 Prozent Knochenmarksblasten mehrere entscheidende Meilensteine erreichten, beispielsweise:

  • signifikant verlängerte Überlebensdauer und Verdopplung der Zweijahres-Gesamtüberlebensrate
  • Erhöhung der Transfusionsunabhängigkeitsrate auf mehr als 40 Prozent über beide Krankheitskategorien

Celgene International Sàrl (Nasdaq:CELG) meldete heute die Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie AZA-001, der größten internationalen randomisierten Studie der Phase III, die jemals mit Patienten mit myelodysplastischen Syndromen (MDS) durchgeführt wurde, in der Fachzeitschrift The Lancet Oncology. Die Daten weisen darauf hin, dass VIDAZA (Azacitidin) im Vergleich zu herkömmlichen Therapieformen (Conventional Care Regimens, CCR) bei Patienten mit Intermediate-2 und Hochrisiko-MDS und -AML mit 20 bis 30 Prozent Knochenmarksblasten eine signifikante Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit bewirkte.

Die mittlere Gesamtüberlebensdauer der mit VIDAZA behandelten Patienten (n=179) lag bei 24,5 Monaten im Vergleich zu 15 Monaten bei den mit herkömmlichen Therapien behandelten Patienten (n=179), was einer Verbesserung von 9,5 Monaten (p=0,0001) entspricht. Herkömmliche Therapien umfassen beste supportive Betreuung, ARA-C niedriger Dosis und Standard-Chemotherapie. Das Sterberisiko verringerte sich um 42 Prozent (0,58 Risikoverhältnis, 95 % CI). Die Zweijahres-Überlebensrate der Patienten, die VIDAZA erhielten, lag mit 50,8 Prozent fast doppelt so hoch wie die 26,2 Prozent der auf herkömmliche Weise behandelten Patienten (p=0,0001). Die Verlängerung der Überlebenszeit zeigte sich über die gesamten relevanten Patientenuntergruppen, auch bei Patienten über 65 Jahren und Patienten mit schwacher Zytogenetik, einem Faktor für ungünstige Prognosen. Außerdem zeigte sich auch bei 34 Prozent der Patienten mit AML nach der Klassifikation der Weltgesundsorganisation ein Überlebensvorteil.

Außerdem erzielten 45 Prozent der Patienten eine Unabhängigkeit von Transfusionen roter Blutkörperchen gegenüber 11 Prozent der herkömmlich therapierten CCR-Patienten (p<0,0001). 85,3 Prozent der mit VIDAZA behandelten Patienten, die an der Basisline von Transfusionen roter Blutkörperchen unabhängig waren, behielten diesen Status bei. Die Studienforscher hatten sich das Ziel gesetzt, Patienten bis zum Fortschreiten der Erkrankung zu behandeln. Die mittlere Anzahl VIDAZA-Zyklen lag bei 9.

,,Die klinischen Daten aus dieser internationalen Studie zum Vergleich von Azacitidin und herkömmlichen Therapieformen zeigte erstmals eine deutliche Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit für MDS-Patienten mit Intermediate-2 und Hochrisiko-Erkrankungen", erklärte Dr. med. Pierre Fenaux, Ph.D. der Université de Paris und Studienleiter der Überlebensstudie AZA-001. ,,Das ist wirklich eine positive Entwicklung für Patienten, die an diesen schwer behandelbaren Erkrankungen leiden."

VIDAZA ist ein Wirkstoff, der seine Wirkung aller Wahrscheinlichkeit nach durch einen neu erforschten Mechanismus erzielt, der auf der emergierenden Wissenschaft von epigenetisch-chemischen Veränderungen zur Regulierung der Genaktivität beruht.

Wie bereits früher berichtet waren die häufigsten mit VIDAZA auftretenden unerwünschten hämatologischen Nebenwirkungen Neutropenie, Thrombozytopenie und Anämie. Die häufigsten nicht hämatologischen Ereignisse waren Resektionen der Injektionsstelle, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Durchfall. Die Häufigkeit von Blutungskomplikationen und Infektionen waren vergleichbar mit der Gruppe der besten supportiven Betreuung und das Risiko einer Infektion, die eine intravenöse Antibiotikumgabe erforderlich machte, war bei VIDAZA um ein Drittel niedriger als bei den herkömmlichen Therapieformen.

Über VIDAZA

Im Dezember 2008 war VIDAZA das erste und einzige von der Europäischen Kommission zugelassene Arzneimittel, das im Vergleich zu herkömmlichen Therapieformen bei Patienten mit Intermediate-2- und Hochrisiko-MDA und -AML eine signifikante Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit zeigte. Einige Monate zuvor hatte die US-amerikanische FDA diese Verlängerung der Gesamtüberlebensdauer auch in die von ihr genehmigte VIDAZA-Indikation für die Behandlung aller fünf französisch-amerikanisch-britischen MDS-Untergruppen aufgenommen, die Niedrigrisiko- und Hochrisikopatienten umfassen. Zu diesen Untergruppen gehören: refraktäre Anämie (RA) oder refraktäre Anämie mit Ringsideroblasten (RARS), die von Neutropenie oder Thrombozytopenie begleitet sind oder Transfusionen erfordern, refraktäre Anämie mit Blastenüberschuss (RAEB), refraktäre Anämie mit Blastenüberschuss in Transformation (RAEB-T) sowie chronische myelomonozytische Leukämie (CMMoL). Nach einem neueren WHO-Klassifikationssystem gehören RAEB-T-Patienten nun zur Kategorie AML. In mehreren Märkten, darunter die EU, die USA und Japan, erhielt VIDAZA die Kennzeichnung eines Arzneimittels für seltene Krankheiten.

Unerwünschte Reaktionen, die als möglicherweise oder wahrscheinlich mit der Gabe von VIDAZA im Zusammenhang stehend eingestuft wurden, traten bei 97 % der Patienten auf. Die häufigsten berichteten Nebenwirkungen der VIDAZA-Therapie waren hämatologische Reaktionen (71,4 %) einschließlich Thrombozytopenie, Neutropenie und Leukopenie (gewöhnlich Grad 3-4), Magen-Darm-Symptome (60,6 %), beispielsweise Übelkeit, Erbrechen (gewöhnlich Grad 1-2) oder Reaktionen an der Injektionsstelle (77,1 %, gewöhnlich Grad 1-2).

Über Epigenetik

VIDAZA ist ein epigenetischer Wirkstoff, der seine antineoplastischen Wirkungen nach dem heutigen Erkenntnisstand durch Hypomethylierung der DNS und direkte zytotoxische Einwirkung auf abnormale hämatopoetische Zellen im Knochenmark erzielt. Die für eine maximale Hemmung der DNS-Methylierung in vitro erforderliche VIDAZA-Konzentration führt nicht zu einer wesentlichen Unterdrückung der DNS-Synthese. Die Hypomethylierung der DNS von aberriert methylierten Genen, die an der Regulierung des normalen Zellzyklus, der Zelldifferenzierung und dem Absterben der Zellen beteiligt sind, kann zu einer Neuexpression und Wiederherstellung der krebsunterdrückenden Funktionen in Krebszellen führen. Hypomethylierung kann die normalen Funktionen der Gene, die für Zelldifferenzierung und -proliferation zuständig sind, wiederherstellen. Die zytotoxische Wirkung von VIDAZA führt zum Absterben von sich rasch teilenden Zellen, einschließlich Krebszellen, die den normalen wachstumssteuernden Mechanismen nicht länger gehorchen. Zellen, die sich nicht teilen, sind gegenüber VIDAZA relativ unempfindlich.

Über Myelodysplastisches Syndrom

Mit dem Begriff myelodysplastische Syndrome (MDS) wird eine Gruppe von hämatologischen Erkrankungen bezeichnet, von denen etwa 300.000 Menschen weltweit betroffen sind. MDS tritt auf, wenn Blutzellen innerhalb des Knochenmarks in einer unreifen oder "Blast”-Stufe verbleiben und sich nicht zu reifen Zellen entwickeln, die ihre notwendigen Funktionen wahrnehmen können. Das Knochenmark kann sich schließlich mit unreifen Zellen füllen, die die Entwicklung normaler Zellen verhindern. Die mittlere Überlebenszeit von Patienten mit Hochrisiko-MDS beträgt etwa 6 bis 12 Monate. An MDS leidende Patienten sind häufig auf Bluttransfusionen angewiesen, um die Symptome von Anämie und Ermüdung unter Kontrolle zu bekommen. Gegebenenfalls entwickelt sich durch häufige Transfusionen ein lebensbedrohlicher Eisenüberschuss und/oder eine Eisentoxizität. Dies unterstreicht den dringenden Bedarf an neuen Therapien, die auf die Ursache der Erkrankung abzielen, anstatt lediglich die Symptome zu behandeln.

Über Celgene International Sàrl

Celgene International Sàrl mit Sitz in Boudry im Schweizer Kanton Neuenburg ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft und der internationale Hauptgeschäftssitz der Celgene Corporation. Die Celgene Corporation hat ihren Hauptsitz in Summit im US-Bundesstaat New Jersey und ist ein integriertes, weltweit tätiges Biopharmaunternehmen mit Schwerpunkt auf der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.celgene.com.

Diese Pressemeldung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die bekannten und unbekannten Risiken, Verzögerungen, Unwägbarkeiten und anderen Faktoren unterworfen sind, die nicht vom Unternehmen beeinflussbar sind und dazu führen können, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse, der tatsächliche Geschäftserfolg bzw. die tatsächlichen Errungenschaften des Unternehmens erheblich von den Ergebnissen, dem Geschäftserfolg oder anderen Erwartungen, die in diesen zukunftsbezogenen Aussagen ausgedrückt sind oder nahegelegt werden, unterscheiden. Zu diesen Faktoren gehören die Ergebnisse der aktuell laufenden oder geplanten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Maßnahmen seitens der FDA und anderer Aufsichtsbehörden sowie andere Faktoren, die in den Unterlagen wie beispielsweise in unseren Berichten 10-K, 10-Q und 8-K beschrieben sind, die das Unternehmen bei der Börsenaufsichtskommission einreicht.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

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