Eine in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet
Oncology
veröffentlichte bahnbrechende Studie zeigt, dass Celgenes
Arzneimittel Vidaza® bei myelodysplastischen Syndromen und bei akuter
myeloider Leukämie der Intermediate-2- und Hochrisikostufe beispiellose
Gesamtüberlebensraten zeigt.
Erstes und einziges Mittel, mit dem an myelodysplastischen Syndromen
(MDS) und akuter myeloider Leukämie (AML) der Intermediate-2 und
Hochrisikostufen leidende Patienten mit 20 bis 30 Prozent
Knochenmarksblasten mehrere entscheidende Meilensteine erreichten,
beispielsweise:
-
signifikant verlängerte Überlebensdauer und Verdopplung der
Zweijahres-Gesamtüberlebensrate
-
Erhöhung der Transfusionsunabhängigkeitsrate auf mehr als 40
Prozent über beide Krankheitskategorien
Celgene International Sàrl (Nasdaq:CELG) meldete heute die
Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie AZA-001, der größten
internationalen randomisierten Studie der Phase III, die jemals mit
Patienten mit myelodysplastischen Syndromen (MDS) durchgeführt wurde, in
der Fachzeitschrift The Lancet Oncology. Die Daten weisen darauf
hin, dass VIDAZA (Azacitidin) im Vergleich zu herkömmlichen
Therapieformen (Conventional Care Regimens, CCR) bei Patienten mit
Intermediate-2 und Hochrisiko-MDS und -AML mit 20 bis 30 Prozent
Knochenmarksblasten eine signifikante Verlängerung der
Gesamtüberlebenszeit bewirkte.
Die mittlere Gesamtüberlebensdauer der mit VIDAZA behandelten Patienten
(n=179) lag bei 24,5 Monaten im Vergleich zu 15 Monaten bei den mit
herkömmlichen Therapien behandelten Patienten (n=179), was einer
Verbesserung von 9,5 Monaten (p=0,0001) entspricht. Herkömmliche
Therapien umfassen beste supportive Betreuung, ARA-C niedriger Dosis und
Standard-Chemotherapie. Das Sterberisiko verringerte sich um 42 Prozent
(0,58 Risikoverhältnis, 95 % CI). Die Zweijahres-Überlebensrate der
Patienten, die VIDAZA erhielten, lag mit 50,8 Prozent fast doppelt so
hoch wie die 26,2 Prozent der auf herkömmliche Weise behandelten
Patienten (p=0,0001). Die Verlängerung der Überlebenszeit zeigte sich
über die gesamten relevanten Patientenuntergruppen, auch bei Patienten
über 65 Jahren und Patienten mit schwacher Zytogenetik, einem Faktor für
ungünstige Prognosen. Außerdem zeigte sich auch bei 34 Prozent der
Patienten mit AML nach der Klassifikation der Weltgesundsorganisation
ein Überlebensvorteil.
Außerdem erzielten 45 Prozent der Patienten eine Unabhängigkeit von
Transfusionen roter Blutkörperchen gegenüber 11 Prozent der herkömmlich
therapierten CCR-Patienten (p<0,0001). 85,3 Prozent der mit VIDAZA
behandelten Patienten, die an der Basisline von Transfusionen roter
Blutkörperchen unabhängig waren, behielten diesen Status bei. Die
Studienforscher hatten sich das Ziel gesetzt, Patienten bis zum
Fortschreiten der Erkrankung zu behandeln. Die mittlere Anzahl
VIDAZA-Zyklen lag bei 9.
,,Die klinischen Daten aus dieser internationalen Studie zum Vergleich
von Azacitidin und herkömmlichen Therapieformen zeigte erstmals eine
deutliche Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit für MDS-Patienten mit
Intermediate-2 und Hochrisiko-Erkrankungen", erklärte Dr. med. Pierre
Fenaux, Ph.D. der Université de Paris und Studienleiter der
Überlebensstudie AZA-001. ,,Das ist wirklich eine positive Entwicklung
für Patienten, die an diesen schwer behandelbaren Erkrankungen leiden."
VIDAZA ist ein Wirkstoff, der seine Wirkung aller Wahrscheinlichkeit
nach durch einen neu erforschten Mechanismus erzielt, der auf der
emergierenden Wissenschaft von epigenetisch-chemischen Veränderungen zur
Regulierung der Genaktivität beruht.
Wie bereits früher berichtet waren die häufigsten mit VIDAZA
auftretenden unerwünschten hämatologischen Nebenwirkungen Neutropenie,
Thrombozytopenie und Anämie. Die häufigsten nicht hämatologischen
Ereignisse waren Resektionen der Injektionsstelle, Übelkeit, Erbrechen,
Müdigkeit und Durchfall. Die Häufigkeit von Blutungskomplikationen und
Infektionen waren vergleichbar mit der Gruppe der besten supportiven
Betreuung und das Risiko einer Infektion, die eine intravenöse
Antibiotikumgabe erforderlich machte, war bei VIDAZA um ein Drittel
niedriger als bei den herkömmlichen Therapieformen.
Über VIDAZA
Im Dezember 2008 war VIDAZA das erste und einzige von der Europäischen
Kommission zugelassene Arzneimittel, das im Vergleich zu herkömmlichen
Therapieformen bei Patienten mit Intermediate-2- und Hochrisiko-MDA und
-AML eine signifikante Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit zeigte.
Einige Monate zuvor hatte die US-amerikanische FDA diese Verlängerung
der Gesamtüberlebensdauer auch in die von ihr genehmigte
VIDAZA-Indikation für die Behandlung aller fünf
französisch-amerikanisch-britischen MDS-Untergruppen aufgenommen, die
Niedrigrisiko- und Hochrisikopatienten umfassen. Zu diesen Untergruppen
gehören: refraktäre Anämie (RA) oder refraktäre Anämie mit
Ringsideroblasten (RARS), die von Neutropenie oder Thrombozytopenie
begleitet sind oder Transfusionen erfordern, refraktäre Anämie mit
Blastenüberschuss (RAEB), refraktäre Anämie mit Blastenüberschuss in
Transformation (RAEB-T) sowie chronische myelomonozytische Leukämie
(CMMoL). Nach einem neueren WHO-Klassifikationssystem gehören
RAEB-T-Patienten nun zur Kategorie AML. In mehreren Märkten, darunter
die EU, die USA und Japan, erhielt VIDAZA die Kennzeichnung eines
Arzneimittels für seltene Krankheiten.
Unerwünschte Reaktionen, die als möglicherweise oder wahrscheinlich mit
der Gabe von VIDAZA im Zusammenhang stehend eingestuft wurden, traten
bei 97 % der Patienten auf. Die häufigsten berichteten Nebenwirkungen
der VIDAZA-Therapie waren hämatologische Reaktionen (71,4 %)
einschließlich Thrombozytopenie, Neutropenie und Leukopenie (gewöhnlich
Grad 3-4), Magen-Darm-Symptome (60,6 %), beispielsweise Übelkeit,
Erbrechen (gewöhnlich Grad 1-2) oder Reaktionen an der Injektionsstelle
(77,1 %, gewöhnlich Grad 1-2).
Über Epigenetik
VIDAZA ist ein epigenetischer Wirkstoff, der seine antineoplastischen
Wirkungen nach dem heutigen Erkenntnisstand durch Hypomethylierung der
DNS und direkte zytotoxische Einwirkung auf abnormale hämatopoetische
Zellen im Knochenmark erzielt. Die für eine maximale Hemmung der
DNS-Methylierung in vitro erforderliche VIDAZA-Konzentration führt nicht
zu einer wesentlichen Unterdrückung der DNS-Synthese. Die
Hypomethylierung der DNS von aberriert methylierten Genen, die an der
Regulierung des normalen Zellzyklus, der Zelldifferenzierung und dem
Absterben der Zellen beteiligt sind, kann zu einer Neuexpression und
Wiederherstellung der krebsunterdrückenden Funktionen in Krebszellen
führen. Hypomethylierung kann die normalen Funktionen der Gene, die für
Zelldifferenzierung und -proliferation zuständig sind, wiederherstellen.
Die zytotoxische Wirkung von VIDAZA führt zum Absterben von sich rasch
teilenden Zellen, einschließlich Krebszellen, die den normalen
wachstumssteuernden Mechanismen nicht länger gehorchen. Zellen, die sich
nicht teilen, sind gegenüber VIDAZA relativ unempfindlich.
Über Myelodysplastisches Syndrom
Mit dem Begriff myelodysplastische Syndrome (MDS) wird eine Gruppe von
hämatologischen Erkrankungen bezeichnet, von denen etwa 300.000 Menschen
weltweit betroffen sind. MDS tritt auf, wenn Blutzellen innerhalb des
Knochenmarks in einer unreifen oder "Blast”-Stufe verbleiben und sich
nicht zu reifen Zellen entwickeln, die ihre notwendigen Funktionen
wahrnehmen können. Das Knochenmark kann sich schließlich mit unreifen
Zellen füllen, die die Entwicklung normaler Zellen verhindern. Die
mittlere Überlebenszeit von Patienten mit Hochrisiko-MDS beträgt etwa 6
bis 12 Monate. An MDS leidende Patienten sind häufig auf
Bluttransfusionen angewiesen, um die Symptome von Anämie und Ermüdung
unter Kontrolle zu bekommen. Gegebenenfalls entwickelt sich durch
häufige Transfusionen ein lebensbedrohlicher Eisenüberschuss und/oder
eine Eisentoxizität. Dies unterstreicht den dringenden Bedarf an neuen
Therapien, die auf die Ursache der Erkrankung abzielen, anstatt
lediglich die Symptome zu behandeln.
Über Celgene International Sàrl
Celgene International Sàrl mit Sitz in Boudry im Schweizer Kanton
Neuenburg ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft und der
internationale Hauptgeschäftssitz der Celgene Corporation. Die Celgene
Corporation hat ihren Hauptsitz in Summit im US-Bundesstaat New Jersey
und ist ein integriertes, weltweit tätiges Biopharmaunternehmen mit
Schwerpunkt auf der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer
Therapien zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten durch Gen-
und Proteinregulierung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website
des Unternehmens unter www.celgene.com.
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Faktoren unterworfen sind, die nicht vom Unternehmen beeinflussbar sind
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Unternehmens erheblich von den Ergebnissen, dem Geschäftserfolg oder
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ausgedrückt sind oder nahegelegt werden, unterscheiden. Zu diesen
Faktoren gehören die Ergebnisse der aktuell laufenden oder geplanten
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Maßnahmen seitens der FDA und
anderer Aufsichtsbehörden sowie andere Faktoren, die in den Unterlagen
wie beispielsweise in unseren Berichten 10-K, 10-Q und 8-K beschrieben
sind, die das Unternehmen bei der Börsenaufsichtskommission einreicht.
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