14.11.2016 20:23
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Nach Trumps Wahlsieg: Apple-CEO schreibt Brief an Angestellte

Einigkeit beschworen: Nach Trumps Wahlsieg: Apple-CEO schreibt Brief an Angestellte | Nachricht | finanzen.net
Einigkeit beschworen
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Der Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen hat nicht nur viele Beobachter überrascht: Auch im Silicon Valley hatte man mit einem anderen Wahlausgang gerechnet. Apple-Chef Tim Cook wandte sich nach der Wahl an seine Mitarbeiter.
Der CEO von Apple, der sich bei den Präsidentschaftswahlen für die Demokratin Hillary Clinton ausgesprochen hatte, hat sich den Wahlausgang in den USA sicher anders vorgestellt. Nun hat der Manager eine deutliche Botschaft an seine Angestellten. Er schreibt einen offenen Brief - ohne den Namen Donald Trump auch nur einmal zu erwähnen.

Apple bleibt weltoffen

"Unsere Firma ist offen für alle und wir feiern die Vielfalt unseres Teams, ob hier in den USA und auf der ganzen Welt. Unabhängig davon, wie unsere Mitarbeiter aussehen, woher sie kommen, wie sie beten oder wen sie lieben", versprach Tim Cook. Damit nahm er Bezug auf das Auftreten von Donald Trump im Wahlkampf und auf viele seiner umstrittenen Äußerungen in Bezug auf Minderheiten. Für Cook sei der einzige Weg nach vorne "der gemeinsame Weg", bekräftigte er zudem den Zusammenhalt unter den Angestellten.

Cook beruft sich auf Martin Luther King

In seinem Brief zitiert der Apple-Boss den amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King. "Wenn du nicht fliegen kannst, renne. Wenn du nicht rennen kannst, gehe. Wenn du nicht gehen kannst, krabble. Aber was auch immer du tust, du musst weiter nach vorne gehen". Tim Cook bezeichnete dieses Zitat als zeitlos, es erinnere ihn ständig daran, dass man nur dann großartige Arbeit verrichten und die Welt verbessern könne, wenn man vorwärtsgehe. "Egal, welchen Kandidaten jeder von uns unterstützt hat, die einzige Möglichkeit vorwärts zu kommen ist es, sich gemeinsam vorwärts zu bewegen", fasste Cook seinen Wunsch an die Belegschaft zusammen.

Trump hat Silicon Valley-Riesen auf dem Kieker

Trump hatte gegen seine Konkurrentin Hillary Clinton einen erbitterten Wahlkampf geführt und dabei für den Fall seines Wahlsieges - anders als die Demokratin - ein drohendes Szenario für die Techriesen im Silicon Valley entworfen. "Wenn ich Präsident werde, dann haben sie Probleme", tönte er in Richtung der Silicon-Valley-Bosse zu Jahresbeginn. Sein Slogan "Make America great again" zielte unter anderem darauf ab, die Unternehmen dazu zu bringen, ihre Produktion wieder in die Vereinigten Staaten zu verlagern und somit auch Arbeitsplätze zurück ins Land zu holen. Er kündigte empfindliche Strafen an, wenn die Unternehmen weiterhin vorwiegend im Ausland produzieren lassen. Auch Apple wäre davon betroffen, denn der iKonzern hat zahlreiche Zulieferer unter anderem in Asien.
Auch die Steuervermeidungspraxis vieler Unternehmensriesen ist Trump ein Dorn im Auge. Apple etwa sitzt auf einem Geldberg von 237,6 Milliarden Dollar. Davon lagert der weitaus größte Teil außerhalb der USA. US-Unternehmen wie Apple bringen im Ausland erzielte Gewinne oft nicht ins Heimatland, weil dabei Steuerzahlungen von über 35 Prozent fällig würden. Dieser Praxis will Donald Trump einen Riegel vorschieben - zum Leidwesen von Tim Cook und anderen Silicon Valley-Bossen.

Redaktion finanzen.net
Bildquellen: Justin Sullivan/Getty Images

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