Einigung der Euro-Finanzminister zu Griechenland sehr ungewiss
Von Matina Stevis und Costas Paris
BRÜSSEL--Auch bei dem Treffen der Euro-Finanzminister an diesem Dienstag wird es voraussichtlich keine umfassende Einigung über die weiteren Hilfen für Griechenland geben. Bei dem Treffen in Brüssel soll eigentlich die lang aufgeschobene nächste Kredittranche von 44 Milliarden Euro an die griechische Regierung bewilligt werden. Da sich die internationalen Geldgeber aber weiter nicht einig sind, wie Griechenland in der Schuldenmisere geholfen werden sollte, könnte das Finanzministertreffen ohne weitreichende Einigung bleiben.
Bei dem Treffen werde nur darüber gesprochen, wie die Finanzierungslücke Griechenlands von 15 Milliarden Euro bis 2014 überbrückt werden könne, sagten zwei mit den Gesprächen vertraute Personen zu Dow Jones Newswires. Eine endgültige Einigung über eine Auszahlung der nächsten Kredittranche werde es voraussichtlich erst bei einer Telefonkonferenz am 28. November geben.
Bei den Vorgesprächen von Vertretern der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) zur Vorbereitung des Eurogruppe-Treffens sind nach Darstellung der mit den Gesprächen vertrauten Personen am Montag verschiedene Möglichkeiten diskutiert worden. Dabei sei unter anderem geprüft worden, das Moratorium auf die Rückzahlung der Schulden durch Griechenland um zehn Jahre auf 2032 zu verlängern. Auch sei der deutsche Vorschlag diskutiert worden, Griechenland vorfristig Mittel des Rettungspakets auszuzahlen, damit das Land mit diesem Geld eigene Staatsanleihen zurückkaufen könne.
Auch eine deutliche Senkung der Zinsen, die Griechenland auf die im Rahmen des ersten Hilfspakets von 53 Milliarden Euro erhaltenen Kredite zahlen muss, sei in Erwägung gezogen worden. Ein Verzicht auf einen Teil der Forderungen durch die öffentlichen Gläubiger, wie vom IWF angestrebt, habe aber nicht zur Debatte gestanden, hieß es. Deutschland hat einen Schuldenschnitt vor Beginn des Eurogruppe-Treffens erneut strikt abgelehnt. "Ein Schuldenschnitt ist für uns nach wie vor nicht vorstellbar", sagte die Sprecherin von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Marianne Kothe, am Montag.
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November 20, 2012 03:37 ET (08:37 GMT)
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