Einkaufsmanager-Index EMI fällt erneut deutlich
Der EMI fiel im Berichtsmonat Dezember um 3,0 Punkte auf 32,7 und notierte auf dem niedrigsten Stand seit Umfragebeginn 1996. Werte über 50,0 bedeuten Wachstum; das war zuletzt im Juli 2008 der Fall (50,9).
Unternehmen aller Größen und Branchen drosselten demnach ihre Produktion im Dezember auf Rekordniveau (Teilindex 29,6). Die Industriebetriebe - primär Hersteller von Vorleistungs-/Investitionsgütern - beklagten dabei erneut einen Exportorder-Rückgang. Insbesondere fehlende Aufträge aus Automobilindustrie, USA und asiatischen Schlüsselmärkten führten zu Liquiditätsengpässen.
Die Preise für Vormaterialien - vor allem Stahl - fielen weltweit rasant; die durchschnittlichen Einkaufspreise sanken erneut rapide; der Teilindex notierte mit 30,8 auf dem tiefsten Stand seit Umfragebeginn. Billiger wurden zuletzt Basismaterialien wie Metallerzeugnisse, Elektrotechnik, Elektronik, Brennstoffe, Energie, Chemikalien, Kunststoffe, Gummi, Papier, Holz sowie Verpackungen. Die Liste der Artikel mit Lieferschwierigkeiten fällt entsprechend gering aus.
Der "Markit/BME Einkaufsmanager-Index" (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. (09.01.2009/ac/n/m)


