25.11.2012 15:22
Bewerten
 (0)

Spanien muss hohen Preis für EU-Bankenhilfe zahlen

Jobabbau für Hilfsgelder
Spanien muss für die EU-Hilfen für seine maroden Banken einen hohen Preis zahlen.
Wie die Madrider Zeitung "El País" am Sonntag berichtete, müssen die verstaatlichten Geldhäuser Bankia und Novagalicia als Gegenleistung für die Hilfskredite der Europäischen Union 8.000 Mitarbeiter entlassen und 1.000 Filialen schließen. Allein Bankia, Spaniens viertgrößte Bank, müsse sich von 5.500 bis 6.000 der insgesamt 20.000 Beschäftigten trennen.

   Außerdem sollen sich die mit EU-Hilfe sanierten Banken im Rahmen eines Verschlankungsprozesses künftig auf ihre Ursprungsregionen konzentrieren und andere Geschäftsbereiche möglichst rasch verkaufen. Dies sehe ein Übereinkommen vor, das die Wettbewerbshüter der EU-Kommission mit der spanischen Regierung ausgehandelt hätten, schreibt das Blatt, das über gute Kontakte zum EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia verfügt. Der spanische EU-Kommissar wolle das Papier am kommenden Mittwoch vorlegen.

   Die EU-Hilfskredite für die spanischen Banken sollen sich demnach auf 35 Milliarden Euro belaufen. Dies wäre gut ein Drittel der Summe von 100 Milliarden Euro, die die EU Spanien ursprunglich zugesagt hatte. Das Geld soll nach Informationen der Zeitung am 15. Dezember dem spanischen Bankenrettungsfonds Frob zur Verfügung gestellt werden, der die Hilfen am 30. Dezember an die Banken weiterleiten soll.

    MADRID (dpa-AFX)

Bildquellen: istock/stocknshares
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt unter 9.000 Punkten -- 25 Banken sollen Stresstest nicht bestanden haben -- US-Börsen leicht im Plus -- Ford, BASF, Amazon, Microsoft im Fokus

Apple will Beats-Musik-App in iTunes aufgehen lassen. Deutsche Bank leidet unter Rückstellungen. S&P hebt Bonitätsnote von Zypern an. Ryanair-Chef unterschreibt für fünf weitere Jahre. FMC besorgt sich 900 Millionen US-Dollar am Bondmarkt. Chiquita lässt Fyffes-Fusion platzen. Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen.
Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

So platzieren sich die Deutschen

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?