24.11.2012 11:00
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Allzeithochs in Südostasien - hier ist die (Börsen-) Welt noch in Ordnung!

Nachdem die globalen Konjunkturdaten in den vergangenen Monaten in aller Regel eine Enttäuschung waren, werden Ökonomen nicht müde, die Erwartungen für das Jahr 2013 zurückzuschrauben.
Die große Ausnahme blieb in den vergangenen Wochen wieder einmal die Region Südostasien: neben Thailand konnte in den vergangenen Tagen auch Malaysia mit den BIP-Wachstumszahlen auf der positiven Seite überraschen.

So wuchs die Volkswirtschaft Malaysias im dritten Quartal um 5,2 % und das Wachstum für das zweite Quartal wurde nachträglich von 5,4 % auf 5,6 % korrigiert. Wie in der gesamten Region üblich, wurden die verhältnismäßig schwachen Exportstatistiken durch einen starken Konsum (+8,5 Prozent im Jahresvergleich) ausgeglichen. Erfreulicherweise ging gleichzeitig die Inflation von 1,7 % im zweiten Quartal auf 1,4 % zurück, so dass die Zentralbank das hohe Wachstum durch eine lockere Geldpolitik aufrechterhalten kann.

Auch für die Philippinen, deren Börse in den vergangenen Tagen ein neues Allzeithoch erzielte, korrigieren die Ökonomen derzeit den Wirtschaftsausblick für 2013 nicht nach unten, sondern nach oben. Zum Beispiel rechnet der IWF für das kommende Jahr nun mit einem BIP-Wachstum von 5 %.

Neue Allzeithochs auch in Indonesien

Der große Star in Südostasien ist hingegen das mit 240 Million Einwohnern größte Land der Region: Indonesien. Hier hat das BIP-Wachstum im dritten Quartal satte 6,2 % erreicht. Zu verdanken ist dies neben dem starken Konsumwachstum vor allem auch den steigenden ausländischen Direktinvestitionen (+22 % in Q3). Fauzi Ichsan, ein Ökonom der Standard Chartered Bank, meinte dazu jüngst nur lapidar: „Wenn die Unternehmensgewinne jährlich um mehr als 20 % wachsen, ist es schlicht schwierig, keine Auslandsinvestitionen anzuziehen.“

Und damit bringt der Ökonom die Gründe für die Anziehungskraft des Landes (und der Region Südostasien) auf den Punkt. Während weltweit gefühlt nur Krisen toben, ist die Welt in Indonesien noch in Ordnung: bei einer Staatsverschuldung von unter 25% des BIP müssen sich Anleger keine Sorgen vor einer Schuldenkrise machen. Und Angst vor einer Überalterung der Gesellschaft ist ebenfalls fehl am Platz. Im Gegenteil: das Durchschnittsalter liegt bei 27,9 Jahren und gerade mal 6,1 % der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre alt. Bei einer solch gesunden Wirtschaftsstruktur ist es kein Wunder, dass der Jakarta Composite derzeit von Allzeithoch zu Allzeithoch eilt!

Mein Fazit: Sehnen Sie sich an Zeiten zurück, in denen nicht die Angst um ihr Vermögen ihr Anlageverhalten bestimmte, sondern die Suche nach Rendite in einem gesunden Wirtschaftsumfeld? Dann investieren Sie doch einfach mit uns in den gesunden Volkswirtschaften der Emerging Markets!

Autor:
Florian Schulz
Chef-Redakteur Emerging-Markets-Trader

Florian Schulz ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Emerging Markets und Chefredakteur des Emerging-Markets-Trader Börsenbriefs. Mehr Infos unter: www.emerging-markets-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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