KARLSRUHE/HAMBURG (dpa-AFX) - Beim Karlsruher Energieversorger
EnBW läuft derzeit ein Projekt, wie Nachtspeicheröfen als Speicher für überschüssigen Ökostrom verwendet werden könnten. "Es ist aber noch zu früh zu sagen, ob und wie das funktioniert", sagte ein Sprecher am Dienstag. Alleine in Baden-Württemberg gebe es rund 250 000 Kunden, die Elektrowärme bezögen - entweder über einen zentralen Nachtspeicher oder die Zimmeröfen. Die "Financial Times Deutschland" hatte zuvor berichtet, dass EnBW und der RWE-Konzern Modelle zum Comeback der Nachtspeicherheizungen durchspielten. Das EnBW-Projekt laufe seit diesem Jahr und sei auf einen längeren Zeitraum angelegt. Weitere Details wollte der Sprecher nicht nennen.
In den 70er Jahren hatten Nachtspeicheröfen dazu beigetragen, dass Atomkraftwerke Tag und Nacht durchlaufen konnten. Der überschüssige Strom konnte von den Öfen nachts in Wärme umgewandelt und so gebunkert werden. Im Vergleich zu anderen Heizungsarten werden sie aber als besonders ineffizient, nicht nachhaltig und teuer kritisiert.
Die Bundesregierung hatte vor Monaten dementiert, dass das geplante Verbot der Geräte gekippt werden könnte, um die Heizungen als Speicher für überschüssigen Ökostrom zu nutzen. Nachtspeicherheizungen sollen bis 2020 in Deutschland ausgemustert werden./mi/avg/DP/stk