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08.02.2012 18:10

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SCHULDENSCHNITT

Endgültiger EZB-Entscheid zu Griechenland nächste Woche möglich


Die EZB wird Kreisen zufolge ihre endgültige Entscheidung über eine Beteiligung an einem Schuldenerlass für Griechenland erst treffen, wenn andere wichtige Bestandteile eines Gesamtpakets feststehen.

Bis ein Gesamtpaket für Griechenland ausgearbeitet sei, könne es noch bis zum Wochenende dauern, sagten Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind, zu Dow Jones Newswires. Im Prinzip habe die EZB aber einem Forderungsverzicht zugestimmt, was ein großer Schritt vorwärts gewesen sei für die Sicherstellung einer Umschuldung bei privaten und staatlichen Gläubigern. Die EZB lehnte einen Kommentar dazu ab.

   Nach Angaben informierter Personen besteht der Plan darin, dass die EZB ihre griechischen Staatsanleihen an den Euro-Rettungsfonds EFSF unter Nennwert verkauft. Sie würde dafür EFSF-Anleihen erhalten, während der Rettungsfonds die Staatsanleihen an Griechenland zu dem Preis weiterreicht, den die EZB gezahlt hat. Die Notenbank würde dabei auf Forderungen von bis zu 11 Milliarden Euro verzichten.

   Die Bundesbank zeige sich indessen reserviert gegenüber der neuen Rolle der EZB, weil damit ein Präzedenzfall für andere Länder wie Irland und Portugal geschaffen werden könnte, sagten Personen, die an den Diskussionen teilnehmen. Allerdings hätten der Internationale Währungsfonds und eine wachsende Anzahl von Euro-Regierungen Druck auf die EZB ausgeübt. Entscheidend für die EZB sei, dass die Zentralbank keine Verluste mit ihren griechischen Staatsanleihen erleide, weil dies als Staatsfinanzierung über die Notenpresse dargestellt werde könne.

  Unter wachsendem Zeitdruck versucht derzeit die griechische Übergangsregierung von Ministerpräsident Lucas Papademos die Voraussetzungen für ein zweites Rettungspaket zu schaffen. Sehr schwierig gestalten sich offenbar die Verhandlungen mit den drei wichtigsten Parteiführern über soziale Einschnitte, personelle Kürzungen und wirtschaftliche Reformen. Doch die Zeit drängt, weil den privaten Gläubigern bis Mitte Februar ein Angebot zum Umtausch von Staatsanleihen vorgelegt werden muss. Griechenland braucht bis Mitte März neue Kredite, um auslaufende Schuldtitel ablösen zu können.

   -Von Costas Paris and Geoffrey T. Smith, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 300, andreas.plecko@dowjones.com

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   February 08, 2012 09:19 ET (14:19 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 19 AM EST 02-08-12

LONDON (Dow Jones)

Bildquellen: iStock

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Kommentare zu diesem Artikel

Credit Default Swap schrieb:
08.02.2012 19:47:28

das entgültig zieht sich aber schon sehr lange hin....

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