15.01.2013 17:55
Bewerten
 (0)

Energieriese E.ON droht nach Abbruch der Tarifgespräche Streik

   Nach 13 Jahren droht dem Energieriesen E.ON erstmalig wieder ein Streik. Denn mit dem Angebot des Konzerns zur Lohnerhöhung haben sich die 30.000 Beschäftigten im Tarifstreit auch in dritter Runde nicht zufriedengeben wollen. Die Gewerkschaften IG BCE und Ver.di brachen die Verhandlungen in Hannover am Dienstag daraufhin ab, wie beide Arbeitnehmervertretungen mitteilten.

   Am Mittwoch wolle die Verhandlungskommission nun der Großen Tarifkommission empfehlen, die Verhandlungen für gescheitert zu erklären, sagten die Gewerkschaften. Danach wäre der Weg für eine Urabstimmung über einen Streik frei.

   Die beiden Gewerkschaften, die unter dem Namen "Tarifgemeinschaft Energie" zusammenarbeiten, hatten für die 30.000 Angestellten eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent über ein Jahr gefordert - zuviel für den Energieriesen. Der hatte am Dienstag sein Angebot zwar erhöht, jedoch nur marginal von 1,1 auf 1,7 Prozent über zwölf Monate. "Es ist nicht hinnehmbar, dass E.ON den Beschäftigten trotz guter Ertragslage ein reales Minus zumuten will", sagte Ver.di-Verhandlungsführer Volker Stüber mit Blick auf die Inflation. Die Arbeitgeber provozierten damit eine Auseinandersetzung, wie es sie in der Energiewirtschaft lange nicht mehr gegeben habe.

   E.ON teilte mit, dass "die unveränderte Forderung der Gewerkschaften von 6,5 Prozent allerdings sehr deutlich über das für das Unternehmen vertretbare Maß" hinausgehe und jeglicher realistischer Grundlage entbehre. Die Forderungen seien in der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Konzerns überzogen. Die Gehälter lägen insgesamt auf einem guten Niveau und die Tarifabschlüsse der vergangenen Jahre im oberen Bereich. "So gab es bei E.ON zum Beispiel keine Null- oder Minimalrunden", heißt es in der Stellungnahme.

   Die Gewerkschaften hatten zudem die Übernahme der Auszubildenden für mindestens zwölf Monate nach erfolgreich absolvierter Lehre verlangt. Ab 2015 sollten sogar mindestens 250 fertig ausgebildete Mitarbeiter unbefristet angestellt werden.

   Ein Streik käme für E.ON zu einem besonders schlechten Zeitpunkt, versucht das Unternehmen doch, bis 2015 inflationsbereinigt zwei Milliarden Euro an Betriebskosten einzusparen. Weltweit sollen außerdem 11.000 Stellen gestrichen werden. Der Konzern hatte zuletzt mit sinkender Nachfrage und gleichzeitigem Preisverfall in Europa zu kämpfen. Außerdem machte Deutschlands hastiger Ausstieg aus der Atomenergie dem Unternehmen schwer zu schaffen.

   Kontakt zum Autor unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/iko/sha

   (END) Dow Jones Newswires

   January 15, 2013 11:27 ET (16:27 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 27 AM EST 01-15-13

Nachrichten zu E.ON SE

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
30.09.2016EON SE HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
27.09.2016EON SE Equal weightBarclays Capital
27.09.2016EON SE Equal weightBarclays Capital
22.09.2016EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
14.09.2016EON SE NeutralGoldman Sachs Group Inc.
22.09.2016EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
13.09.2016EON SE overweightBarclays Capital
12.09.2016EON SE buyOddo Seydler Bank AG
08.09.2016EON SE buyMerrill Lynch & Co., Inc.
07.09.2016EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
30.09.2016EON SE HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
27.09.2016EON SE Equal weightBarclays Capital
27.09.2016EON SE Equal weightBarclays Capital
14.09.2016EON SE NeutralGoldman Sachs Group Inc.
13.09.2016EON SE NeutralCredit Suisse Group
13.09.2016EON SE UnderperformBNP PARIBAS
13.09.2016EON SE ReduceHSBC
12.09.2016EON SE ReduceKepler Cheuvreux
12.09.2016EON SE UnderperformMacquarie Research
09.09.2016EON SE UnderperformBNP PARIBAS
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für E.ON SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen deutlich höher -- Deutsche-Bank-Aktie erholt sich deutlich -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- Commerzbank, QUALCOMM im Fokus

Strafe für Deutsche Bank in USA wird wohl auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert. Commerzbank verkauft ihr Hochhaus an Südkoreaner. Air Berlin: Alle Flüge werden regulär durchgeführt. Daimler will weiter Renault-Motoren einsetzen. Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent.
Wie haben sich die Rohstoffpreise im dritten Quartal 2016 entwickelt?
Jetzt durchklicken
Wer war Top, wer war Flop?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?