Rom (aktiencheck.de AG) - Der italienische Öl- und Erdgaskonzern
Eni S.p.A. verbuchte im vierten Quartal angesichts geringerer Öl- und Erdgaspreise einen Gewinnrückgang.
Wie der Konzern am Freitag erklärte, lag der operative Gewinn im Berichtszeitraum bei 464 Mio. Euro, nach 5,17 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Wesentlichen Anteil an dem deutlich rückläufigen Ergebnis hatten vor allem hohe Wertberichtigungen auf Lagerbestände im Zuge des rapiden Verfalls der Ölpreisnotierungen. Um Einmaleffekte bereinigt hatte der operative Gewinn im Berichtszeitraum bei 4,08 Mrd. Euro gelegen. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 874 Mio. Euro verzeichnet, nachdem im Vorjahr ein Nettogewinn von 3,01 Mrd. Euro zu Buche stand. Der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn lag im Berichtszeitraum bei 1,94 Mrd. Euro.
Für das abgelaufene Fiskaljahr soll eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Gesamtjahresdividende von 1,30 Euro je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet werden.
Für das laufende Fiskaljahr 2009 erwartet der Konzern einen weiter anhaltenden konjunkturellen Abschwung, was sich negativ auf die Ölnachfrage auswirken dürfte. Nach Einschätzung von Eni dürfte der durchschnittliche Ölpreis pro Barrel im Jahr 2009 bei rund 43 Dollar liegen. Für das laufende Fiskaljahr peilt man eine Steigerung der Erdgasförderung und beim weltweiten Erdgasabsatz an. Bei Öl und Raffinerieprodukten erwartet der Konzern im laufenden Jahr eine nachfragebedingt schwächere Absatzentwicklung.
Die Aktie von Eni notierte zuletzt bei 16,82 Euro. (13.02.2009/ac/n/a)