30.10.2012 10:03
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Eni verdient im dritten Quartal deutlich mehr - Höhere Produktion dank Libyen

    ROM (dpa-AFX) - Die Rückkehr zu alten Fördermengen in Libyen zahlt sich für Eni aus. Italiens größter Energiekonzern konnte dadurch im dritten Quartal seinen weltweiten Absatz um 16 Prozent auf 1,7 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag erhöhen. Die Gasförderung legte um 8,5 Prozent auf 19,5 Millionen Kubikmeter zu. Die Zuwächse schlugen sich positiv im Nettogewinn nieder, der gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 40 Prozent auf 2,48 Milliarden Euro zulegte, wie Eni am Dienstag mitteilte. Im zweiten Quartal war der Nettogewinn wegen einer hohen Belastung durch Sondereffekte auf 227 Millionen Euro eingebrochen.

 

    In Libyen will das Unternehmen Ende nächsten Jahres wieder eine tägliche Fördermenge von 285.000 Barrel wie vor dem Bürgerkrieg erreichen. In diesem Jahr sollten es im Durchschnitt 240.000 Barrel pro Tag werden.

 

    Zum Nettoergebnis trug maßgeblich auch ein Buchgewinn in Höhe von 1,15 Milliarden Euro aus dem Verkauf eines 5-prozentigen Aktienpakets an der portugiesischen Galp Energia SGPS SA bei. Damit konnte ein leichter Gewinnrückgang in der Sparte Gas & Power durch niedrigere Gaspreise ausgeglichen werden, so das Unternehmen. Mit einem bereinigten Nettogewinn von knapp 1,8 Milliarden Euro lag Eni deutlich über den Erwartungen von Analysten.

 

    Die höhere Produktion in Libyen, Russland und Australien fand ihre Abnehmer vor allem in Großbritannien, Nordeuropa, Deutschland und Frankreich. Aufgrund der Krise in Südeuropa sank dagegen der Absatz im Heimatmarkt und auf der iberischen Halbinsel. Insbesondere die Kraftwerke, Großhändler und die Industriekunden drosselten im dritten Quartal ihre Einkäufe teils erheblich.

 

    Bis 2022 möchte das Unternehmen seine Produktion jährlich um drei Prozent steigern. Neben Libyen will Eni ab März das Megaölfeld Kashagan in Kasachstan zusammen mit ExxonMobil (Exxon Mobil) und Shell (Royal Dutch Shell Grou a) ausbeuten. Beim Ausblick sehen die Italiener den größten Dämpfer in der Wirtschaftskrise in der EU und erwarten eine volatile Nachfrage von Rohstoffen./jke/mmb/fbr

 

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