20.02.2013 08:25
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HeidelbergCement-Rivale Lafarge legt dank Schwellenländern zu

Erlöse steigen
Der französische Baustoffkonzern Lafarge hat im Geschäftsjahr 2012 von Preiserhöhungen, Kostensenkungen und einer starken Nachfrage in den Schwellenländern profitiert.
Dort machen die Franzosen fast 60 Prozent ihres Umsatzes. Konzernweit stiegen die Erlöse bei einem rückläufigen Zementabsatz um 3,5 Prozent auf 15,82 Milliarden Euro, wie der Baustoffkonzern am Mittwoch mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um sieben Prozent auf 3,45 Milliarden Euro. Für das laufenden Jahr rechnet Lafarge mit einer leicht steigenden Zementnachfrage. Den Ausblick bestätigten die Franzosen.

     Der Gewinn ging hingegen wegen einer recht hohen Vergleichsbasis aufgrund eines Extragewinns und Umbaukosten um 27 Prozent auf 432 Millionen Euro zurück. Bereinigt um Sonderposten legte der Gewinn allerdings um 70 Prozent auf 772 Millionen Euro zu. Bereits im zweiten Quartal hatten Sanierungskosten und Abschreibungen den HeidelbergCement-Konkurrent stark belastet. Der Baustoffkonzern hatte Wertberichtigungen auf das Geschäft im hochverschuldeten Griechenland vorgenommen.

  Mit ihren Zahlen haben die Franzosen beim operativen Gewinn die Analystenschätzungen übertroffen, während sie beim Umsatz knapp drunter lagen. Die Aktionäre sollen eine Dividende von einem Euro nach 50 Cent im Vorjahr erhalten.

     Während Lafarge operativ vor allem von einer robusten Nachfrage in Lateinamerika (+20%) und Asien (+37%) profitierte, belastete die Abschwächung der Baunachfrage in Europa. In Zentral- und Osteuropa schrumpfte der operative Gewinn um mehr als ein Fünftel. Bei dem erst im Juni angekündigten Sparprogramm sieht sich der Konzern auf Kurs. Die Verschuldung will Lafarge 2013 weiterhin so schnell wie möglich - noch in diesem Jahr - unter die Marke von zehn Milliarden Euro drücken. Lafarge kämpft mit schlechten Kredit-Ratings.

    PARIS (dpa-AFX)

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