22.02.2013 22:39
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Erste Runde der Stahl-Tarifverhandlungen ohne Ergebnis

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Für die rund 75.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben am Freitag in Düsseldorf die Tarifverhandlungen begonnen. Die erste Runde brachte erwartungsgemäß noch kein Ergebnis. Nach zwei Stunden vereinbarten Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Fortsetzung der Gespräche am kommenden Donnerstag.

 

    Die Gewerkschaft IG Metall wartet nach eigenen Angaben noch auf ein Angebot der Arbeitgeber, "das wir nicht mit der Lupe suchen müssen", wie ihr Verhandlungsführer Knut Giesler laut Mitteilung im Anschluss sagte. Sie will für die Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen fünf Prozent mehr Lohn. Zusätzlich fordert die Gewerkschaft verbesserte Möglichkeiten für den Übergang in die Altersteilzeit. Die Arbeitgeber stellten fest, die Konjunkturaussichten seien "keineswegs rosig". Es werde schwierig, einen Ausgleich zwischen den Gewerkschaftsforderungen und dem "tariflich Machbaren" zu finden, erklärte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Stahl, Helmut Koch.

 

    Die nächste Verhandlungsrunde fällt zusammen mit dem Ende der Friedenspflicht am 28. Februar. Die IG Metall hat schon mit Warnstreiks gedroht, falls dann keine Einigung erzielt wird. Ihr Verhandlungsführer Giesler, der auch Bezirksleiter für NRW ist, hat aber versichert, schnell zu einem Ergebnis kommen zu wollen. Auch Koch für die Arbeitgeber hofft, "dass es uns gelingt, ein Paket zu schnüren, dass der beschriebenen Situation gerecht wird"./uta/tsp/DP/he

 

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