24.02.2013 19:26
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Parlamentswahlen in Italien beginnen schleppend

Erster Wahltag
Die in ganz Europa mit Spannung verfolgten Parlamentswahlen in Italien haben am Sonntag laut einem Medienbericht mit geringer Wahlbeteiligung begonnen.
Um 12.00 Uhr hatten 14,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen für das Abgeordnetenhaus abgegeben, wie die Nachrichtenagentur "dapd" unter Berufung auf das Innenministerium in Rom berichtet. Bei den letzten Parlamentswahlen 2008 waren es zu diesem Zeitpunkt schon 16,3 Prozent gewesen. Vielerorts - vor allem im Norden des Landes - behinderte schlechtes Wetter mit Schnee und Regen die Stimmabgabe, vermuteten italienische Medien. Die Wahlen waren leicht vorgezogen worden, nachdem der scheidende Ministerpräsident Mario Monti im Dezember von seinem Amt zurückgetreten war. Daher wählt das Land nun erstmals im Winter.

   In einem zweitägigen Urnengang sind rund 50 Millionen Italiener aufgerufen, bis Montagnachmittag ein neues Parlament zu bestimmen. Rund drei Millionen wählen im Ausland. In Zeiten anhaltender Rezession, steigender Arbeitslosigkeit und grassierender Korruption hoffen die Bürger der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf politische Stabilität. Doch die Aussichten sind ungewiss. Nicht nur in Italien selbst, auch in Europa fürchtet man die Unregierbarkeit als Wahlausgang. Auch eine Rückkehr des früheren Ministerpräsidenten Silvo Berlusconi gilt als ein denkbares Schreckgespenst in Europa.

   Die Wahllokale schließen am Sonntag um 22.00 Uhr. Am Montag sind sie von 07.00 Uhr bis 15.00 Uhr geöffnet. Mit ersten indikativen Hochrechnungen wird allerdings nicht vor Montagabend gerechnet. In den Regionen Lombardei, Latium und Molise finden gleichzeitig Regionalwahlen statt.

Dow Jones Newswires

Bildquellen: Vladimir Mucibabic / Shutterstock.com
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