Erzpreisverhandlung: China droht Australien vor überzogene Erhöhung
Rohstoffe-Go - Peking 21.09.07 (www.rohstoffe-go.de)
Die chinesischen Stahlhersteller haben die australischen Minenunternehmen im Vorfeld der anstehenden Erzpreis - Verhandlungen vor einer überzogenen Erhöhung gewarnt. Sie sollten nicht ihre Position ausnutzen, so die Australian Financial Review. Seit 2002 sind die Preise für Erz auf Grund der starken Nachfrage aus Asien um 189 Prozent gestiegen.
Der Chairman der China Iron and Steel Association, Zhang Xiaogang sagte gegenüber der Zeitung, dass die Minenunternehmen wie BHP Billiton und Rio Tinto nicht ihren Vorteil missbrauchen sollten. Sie sollten sich daran erinnern, dass sie nur Dank des Wachstums des chinesischen Stahlsektors boomen, so Zhang. Beide Seiten, die australische Eisenerzlieferanten und die chinesischen Stahlunternehmen sind in einer Kette verbunden. Geht ein Teil davon kaputt, trifft es den anderen gleichermaßen.
Die australischen Minenunternehmen werden denen von Brasilien oder anderen entlegenen Regionen vorgezogen. Für die asiatischen Staat spielt die relativ kurze Verschiffung der Güter und damit der geringere Transportpreis eine wesentliche Rolle.
Die australischen Unternehmen wiederum betonen, dass sie erheblich in die Infrastruktur investieren müssen, um die Produktion weiter nach oben fahren zu können, um so die Bedürfnisse Asiens abdecken zu können. Das ist wiederum mit Kosten verbunden, was zwangsläufig zu einer Preiserhöhung führen wird.
Analysten rechnen mit einem Anstieg der Erzpreise ab dem neuen Geschäftsjahr (April 2008) von 50 Prozent.