15.12.2012 06:04
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Euro: Geht die Erholung weiter?

EMFIS.COM - Grund dafür war das Bekenntnis der EZB, alle Mittel zu nutzen, um ein Auseinanderbrechen der Eurozone zu verhindern. In den folgenden Monaten konnten sich dann auch die europäischen Fiskalpolitiker – quälend langsam zwar, aber immerhin – zu wirksamen Maßnahmen durchringen. Das stärkte das arg angeschlagene Vertrauen in den Euro und bewegte viele Groß-Spekulanten dazu, ihre Euro-Short-Positionen nach und nach abzubauen.


EUR/JPY und EUR/USD legen kräftig zu

Am stärksten war der Kursanstieg des Euros gegenüber dem Yen. Der Wechselkurs EUR/JPY legte seit Juli um 17 Prozent zu und stieg auf den höchsten Stand seit April 2012. Der Grund dafür ist, dass der Yen seine Funktion als sicherer Anlagehafen einbüßte und auf breiter Basis unter Abwertungsdruck kam. Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro seit Juli immerhin um knapp acht Prozent auf. Aktuell testet EUR/USD erneut den charttechnisch wichtigen Widerstand bei 1,3130 USD. Auch gegenüber dem Pfund stieg der Euro um fast vier Prozent – und das obwohl das Pfund z.B. gegenüber dem US-Dollar zulegen konnte. Da liegen die Fragen nahe: Geht das im nächsten Jahr so weiter? Ist dieser Kursanstieg gerechtfertigt?


Die Eurozone stabilisiert sich

Blickt man auf die Wirtschaftsdaten aus der Eurozone, müsste die Antwort „nein“ lauten. Im laufenden Quartal verstärkt sich die Rezession noch. Doch das ist nicht auf neue Entwicklungen zurückzuführen, sondern auf die negative Konjunkturdynamik: Die europäischen Unternehmen fahren ihre Lagerbestände weiter zurück und das drückt zusätzlich auf die Nachfrage. Im nächsten Jahr wird die Abwärtsdynamik nachlassen und es wird zu einer leichten Erholung kommen. Und langfristig werden sich die Reformen in den europäischen Krisenländern und der Rückgang der Arbeitskosten ohnehin positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Doch wann das der Fall sein wird, das ist unsicher.


Fazit

Jedenfalls sind die Chancen dafür, dass der Euro weiter zulegen kann, mittelfristig gar nicht schlecht. Kurzfristig ist für EUR/USD der erwähnte Widerstand bei 1,3130 USD entscheidend. Wird der überwunden – und danach sieht es im Moment aus, dann geht es weiter nach oben. EUR/JPY wird nach dem starken Kursanstieg voraussichtlich erst einmal konsolidieren, kann dann aber ebenfalls weiter zulegen.
 


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