10.03.2012 13:00
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Finanzprofis setzen trotz Unsicherheit auf Aktien

Euro-Krise: Finanzprofis setzen trotz Unsicherheit auf Aktien | Nachricht | finanzen.net
Euro-Krise
+++Live vom Börsentag München.+++ Finanzexperten wie Dr. Jens Ehrhardt glauben nicht an ein Ende des Euro und setzen trotz Krise auf Aktien.
Live vom Börsentag München von Sabine Gusbeth, €uro.

Trotz Krise glauben Finanzexperten nicht an das Ende des Euro. Unisono empfehlen Experten wie Jens Ehrhardt, Starcapital Fondsmanager Peter Huber und MEAG-Geschäftsführer Dieter Wolf weiter auf Aktien zu setzen. Anleger sollten dabei aber nicht in Unternehmen im Mittelmeerraum setzen, sondern auf Aktien aus „Deutschland und Hongkong“, meint Ehrhardt. Auch japanische Aktien seien wieder interessant. Dies sagten sie im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem Chefredakteur von €uro und €uro am Sonntag, Frank-B. Werner, auf dem Börsentag München.

Trotz der Einigung über einen Schuldenschnitt glauben die Finanzexperten nicht an das Ende der Eurokrise. Ehrhardt bezeichnete die Lage in Griechenland als „desolat“. „Griechenland ist Pleite und andere Staaten werden folgen“, glaubt auch Huber. Der jüngst beschlossene Schuldenerlass bringt seiner Ansicht nach nichts, weil der die Ursache für die schlechte Situation Griechenlands nicht bekämpfe: die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit. Er ist sich sicher: „Die Griechen werden nicht zurückzahlen. Das Geld ist längst verfrühstückt“.

Auch die Milliarden-Geldspritzen der Europäischen Zentralbank schaffen nach Ansicht der Experten keine Abhilfe. MEAG-Geschäftsführer Wolf hat beobachtet: „Das EZB-Geld kommt nicht in den Kreislauf, weil die Banken sich nicht vertrauen“. Noch Schlimmeres schwant Jens Ehrhart: Er glaube nicht, dass die Banken die gesamten 1000 Milliarden Euro zurückzahlen können, die die EZB verliehen hat.

Trotz aller Probleme glauben die Finanzprofis nicht an ein Ende der Währungsunion. „Der Rubikon ist überschritten, wir können nicht mehr zurück“, sagt Ehrhardt. Er zitierte Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, der hatte gesagt: Mit dem Euro ist es wie mit Rühreiern: Es ist ziemlich schwer, die einzelnen Eier wieder herauszuholen.

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Bildquellen: Axel Griesch
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