15.02.2013 16:30

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EURO-PARTNER BRÜSKIERT

Griechischer Finanzminister kündigt neuen Schuldenschnitt an


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"Wir werden einen (neuen) Schuldenschnitt für Griechenland haben. Das ist beschlossene Sache", sagte er im Athener Parlament nach Angaben der Agentur dapd im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage des oppositionellen Bündnis der Radikalen Linken (Syriza). Die Eurogruppe hatte im Dezember jedoch bloß vereinbart, dass man "weitere Maßnahmen prüfen wird, um die Schuldentragfähigkeit zu verbessern", sofern dies ab 2014 notwendig sein sollte.

   Auch wenn ein weiterer "hair cut" für Athen längst nicht mehr ausgeschlossen scheint, stieß Stournaras mit seiner Äußerung Griechenlands Euro-Partner öffentlich vor den Kopf. Und mehr noch: Bei dem im November beschlossenen Sparprogramm seiner Regierung für die Jahre 2013 und 2014 sei der Schwerpunkt bewusst auf das laufende Jahr gelegt worden, um zeitnah einen Primärüberschuss im Haushalt zu erreichen. "Diese Errungenschaft können wir dann unseren EU-Partnern präsentieren, um im Gegenzug den Schuldenschnitt zu bekommen", sagte Stournaras. Über den genauen Zeitpunkt und Umfang des "hair cut" machte er bei der Parlamentsdebatte keine Angaben.

   Das Euro-Sorgenkind Griechenland hatte laut den letzten verfügbaren offiziellen Angaben Ende September 2012 einen Schuldenstand von 303,5 Milliarden Euro. Bereits im vorigen März wurde Athen ein Teil der Staatsschulden erlassen. Davon betroffen waren aber nur private Gläubiger und einheimische Körperschaften des Öffentlichen Rechts wie Versicherungskassen. Ein neuerlicher Schuldenschnitt könnte nun erstmals Griechenlands öffentliche Geldgeber-Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds treffen. Denn mittlerweile befindet sich das Gros der Staatsschuld nicht mehr in privaten Händen: Hauptgläubiger Griechenlands sind jetzt seine öffentlichen Geldgeber.

(ATHEN) Dow Jones Newswires

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Kommentare zu diesem Artikel

Forelli schrieb:
15.02.2013 20:57:46

Wer seine Schulden nicht bedienen kann muss in den Konkurs gehen. Im Falle GR war dieser Zeitpunkt spaetestens vor einem Jahr. Nun wird Schaeuble von der 3. Welle eingeholt. Zeig doch mal einen Funken von Vernuft, Herr Schaeuble. Es geht nicht um Sterbehilfe, sondern um einen Neuanfang.

vgr schrieb:
15.02.2013 18:31:26

man sollte diejenigen, die entschieden haben, dass die Griechen den EURO bekommen, schadensersatzpflichtig manchen. Das bringt zwar wenig Geld, aber diese Idioten sollten für künftige leichtfertige Entscheidungen als mahnendes Beispiel herangezogen werden können.

vgr schrieb:
15.02.2013 18:15:12

wir warten so lange bis das Tafelsilber der Griechen sicher vor dem Zugriff der betrogenen Gläubiger ist. Das ist kriminelle Konkursverschleppung.

afru schrieb:
Wertung: 1/5

15.02.2013 17:58:52

Loch ohne Boden und keiner sieht es?Hauptsache der Bürger muß Bluten

Hamtaro schrieb:
15.02.2013 17:58:10

Bin sprachlos. Bei jeder Privatperson hätte man schon längst den Schlussstrich gezogen. Aber mit denen lassen wir uns x-mal verarschen. Blöder als unsere Politik agiert geht wirklich nicht mehr. Über soviel Dummheit fehlen mir einfach die Worte. Stoppt endlich diesen Schwachsinn.

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