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14.07.2012 10:00

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EURO AM SONNTAG-EXKLUSIV

MTU-Chef: Auslastung ist auf Jahre gesichert

MTU Aero Engines zu myNews hinzufügen Was ist das?



Der militärische Bereich der MTU wird in den kommenden Jahren etwa stabil bleiben
Der Vorstandschef des Flugzeugtriebwerke-Herstellers MTU Aero Engines über Krisenresistenz, Übernahmen und die Pläne für ein erstes Triebwerksprogramm in China.

von Wolfgang Ehrensberger, Euro am Sonntag

Euro am Sonntag: Herr Behle, laut IWF schwächt sich die Weltkonjunktur in allen wichtigen Wirtschaftsräumen spürbar ab, und viele Airlines überdenken ihre Bestellungen. Wie wird sich das auf Ihr Geschäft niederschlagen?
Egon Behle: Der Luftverkehr wächst weiter, wenn auch mit etwas geringeren Raten. Impulse kommen weiterhin aus Asien und anderen Regionen. Und sowohl die Flugzeug- als auch die Triebwerkshersteller haben ein großes Auftragsvolumen, das die Auslastung über die nächsten Jahre sichert.

Welche Wachstumsimpulse könnte in diesem Zusammenhang das Triebwerksprogramm für den A320 neo geben?
Für die MTU ist das Getriebefanprogramm für den A320neo ein entscheidender Wachstumstreiber auf dem Weg zum Ziel der Umsatzverdoppelung bis 2020. Etwa ein Drittel des zukünftigen zivilen Umsatzes wird aus diesem Programm stammen.

Würden Sie MTU eigentlich eher als zyklisch, antizyklisch oder azyklisch einstufen?
Von allem etwas. Wichtig ist: Wir sind gut durch die letzte Krise gekommen, und das macht uns sehr zuversichtlich für die Zukunft. Nach Einschätzung von Analysten hätte die Volvo-Luftfahrttochter Volvo Aero gut das MTU-Portfolio gepasst.

Warum sind sie aus dem Bieterrennen ausgestiegen und haben dem britischen Zulieferer GKN das Feld überlassen?


Egon Behle, MTU-Vorstandschef
Unser Fokus liegt klar auf organischem Wachstum. Auch ohne Akquisition werden wir schneller als der Markt wachsen. Und unsere Anteile an erfolgreichen Triebwerksprogrammen steigen, wie jüngst beim aktuellen A320-Triebwerk V2500, bei dem wir unseren Anteil um fast die Hälfte erhöht haben.

Gibt es überhaupt noch vergleichbare Übernahmeziele, mit denen Sie Ihr Geschäft sinnvoll regional oder in der Wertschöpfungstiefe ergänzen können, etwa den italienischen Triebwerkshersteller Avio?
Die Möglichkeiten in unserer Branche sind begrenzt. Daher liegt unser Fokus auf organischem Wachstum.

Kämen kleinere und mittlere Zukäufe in Frage, zum Beispiel im Wartungssegment?
Wenn sich eine gute Chance bieten sollte, schauen wir uns dies natürlich sehr genau an. Aber wir achten auf eine gute Rendite bei akzeptablem Preis.

China arbeitet mit Hochdruck am Aufbau einer eigenen Flugzeugindustrie. Bauen Sie auch mal an einem China-Triebwerk mit?
Im Instandsetzungsbereich ist unser Joint Venture bereits das größte Unternehmen in China. Eine eigene Triebwerksentwicklung braucht ihre Zeit. Wir verfolgen gemeinsam mit unseren chinesischen Gesprächspartnern die Idee eines neuen Triebwerks weiter. Wenn sich hieraus ein Joint Venture ergeben sollte, möchten wir diese Chance nutzen.

Wie werden sich die immer kleinerern Verteidigungsbudgets auf die Entwicklung des MTU-Militärsegments auswirken?
Der militärische Bereich der MTU wird in den kommenden Jahren etwa stabil bleiben, vor allem durch die Triebwerke für den Eurofighter und den A400M. Auch in US-Programmen sind wir engagiert.

Wohin soll sich die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern entwickeln?
Unser mittelfristiges Ziel einer EBIT-Marge zwischen zwölf und vierzehn Prozent steht.

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14.02.12MTU Aero Engines underperformBanc of America Securities-Merrill Lynch
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