Jens Castner, Euro am Sonntag
Der Name Plaut hat nicht den schlechtesten Klang: Das 1946 gegründete, ursprünglich im Finanzcontrolling beheimatete Wiener Unternehmen startete einst als eine Art Bluechip der IT-Branche am Neuen Markt, kam dann aber wie die meisten dort gelisteten Unternehmen schwer unter die Räder.
Jahrelang fristete die Aktie ein Schattendasein, bis der ehemalige Plaut-Manager Johann Grafl die später gegründete Acctus-Gruppe in das Unternehmen einbrachte. Durch die Strategie, Premiumkunden wie Red Bull bei ihrer Expansion in ausländische Märkte zu begleiten, ist das inzwischen wieder profitable Unternehmen auf dem besten Weg, sich erneut einen international wohlklingenden Namen zu erarbeiten. Die Aktie befindet sich mittlerweile im lupenreinen Aufwärtstrend, notiert aber immer noch knapp unter der Marke von einem Euro, was die Sache (noch) sehr spekulativ macht.
Wie schwer die Ein-Euro-Hürde zu überwinden ist, zeigt das Beispiel Emission & Power Solutions (EPS). Seit wir an dieser Stelle erstmals auf die Firma hingewiesen haben, jagt eine Erfolgsmeldung die nächste – zuletzt ein Großauftrag über 250?000 Abgassensoren von Amelti, einem norwegischen Spezialisten für Motorüberwachungssysteme.
Obwohl das noch 2010 fünf Millionen Dollar Umsatz einspielen soll, zeigt der Kurs keinerlei Reaktion. Irgendwie nachvollziehbar: In Tagen wie diesen muss man sich nicht unbedingt im Pennystock-Segment tummeln, um sein Geld durchzubringen.

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Trotz des widrigen Börsenklimas verlief die Handelseinführung des französischen Solarwerts Global EcoPower am Donnerstag erfolgreich. Zum Börsenstart kostete das Papier 2,90 Euro, mit dem Schlussgong wurden bereits 3,20 Euro aufgerufen. Nicht zu viel, denn am Marché Libre werden bisweilen auch vier Euro bezahlt.
Arbitrageure gucken allerdings in die Röhre, da der Handel im französischen Freiverkehrsegment so dünn ist, dass die Stücke kaum loszubringen sind. Potenzial hat die Aktie aber auch so: Der französische Solarmarkt steckt noch in den Kinderschuhen, die Förderung wird (anders als hier) nicht zusammengestrichen.
Und in der Provence, wo Global EcoPower Solarkraftwerke baut, scheint die Sonne auch, wenn an der Börse Schlechtwetterfronten aufziehen.
Bildquellen: Julian Mezger