02.08.2013 14:00
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Ich kaufe jetzt: Gold

Euro am Sonntag-Kolumne: Ich kaufe jetzt: Gold | Nachricht | finanzen.net
Ich kaufe jetzt: Gold
Euro am Sonntag-Kolumne

Thomas Käsdorf von der Vermögensverwaltung AG in Taunusstein ist bereits seit 1999 in Gold investiert und sieht den diesjährigen Rücksetzer als Einstiegschance.

€uro am Sonntag

Name: Thomas Käsdorf
Geboren: 18.06.1959
Position: Vorstand der Plutos Vermögensverwaltung AG in Taunusstein

Seit seinem Allzeithoch im September 2011 bei über 1.900 US-Dollar befindet sich der Goldpreis in einer volatilen Konsolidierungsphase. Viele sprechen ­spätestens seit den heftigen Korrekturtagen im ­April und Juni dieses Jahres vom Ende der Goldrally.

Die Anlegerschicht beim Gold hat sich in den letzten Jahren verändert. Während bislang die Investoren in erster Linie durch konservative Anleger repräsentiert wurden, die Gold als Versicherung ihres Geldes und als Krisenwährung angesehen haben, wurden Spekulanten immer wichtiger. Die zuletzt hohen Umsätze beim Gold passierten hauptsächlich am Terminmarkt. An einem „Crashtag“ im ­April dieses Jahres wurde mehr Gold über die Termin­börsen gehandelt als die jährliche Goldproduktion.

Der Kursrutsch und das negative Sentiment bewogen viele Anleger, ihre Edelmetall-ETFs zu verkaufen. Große internationale Banken haben ihren Ausblick für das glänzende Metall reduziert. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach physischem Gold aber weiterhin sehr hoch. Viele Münzhändler haben ­teilweise Probleme, die hohe Nachfrage nach Goldmünzen zu bedienen. Unverändert hoch ist die Goldnachfrage aus dem asiatischen Raum, vor allem aus China.

Die wirtschaftlichen Frühindikatoren aus den USA lassen noch keineswegs ein Ende der Rezession erwarten. Viele Staaten sind weiterhin hoch verschuldet, und die im Euroraum angegangenen Reformen haben bislang kaum Wirkung gezeigt. Die expansive Geldpolitik der Notenbanken wird daher wohl fortgesetzt werden. Mittelfristig schätzen wir die Gefahr von inflationären Tendenzen als sehr hoch ein. Die aktuelle Kursschwäche beim Gold sehen wir daher als gute Gelegenheit an, eine erste Position des gelben Metalls aufzubauen — in physischer Form. Eine Bodenbildung sehen wir innerhalb der nächsten ein bis drei Monate. Ein etwaiger finaler Ausverkauf würde nochmals dazu einladen, den Bestand im Kontext des Gesamtvermögens zu erhöhen. Bei allen pessimistischen Stimmen zum Gold sollte nicht vergessen werden, dass in den 70er-Jahren ebenfalls eine Halbierung des Goldpreises festzustellen war. Dann folgte ein fulminante Rally.

Ihr bestes Investment? Qiagen (plus 1.400 Prozent bis zum Verkauf im Jahr 2000), Gold seit 1999.

Ihr schlechtestes Investment? Sky Deutschland.

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Bildquellen: Worldpics /Shutterstock.com, Julian Mezger
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