Name:
Thorsten Querg
Geboren:
1961
Position:
Vorstand und CIO der Focam AG
Die skandinavischen Aktienmärkte sind die heimlichen Gewinner der vergangenen zehn Börsenjahre. Der relativ breite und gut investierbare schwedische Aktienmarkt hat sich in diesem Zeitraum um 47 Prozent besser entwickelt als der DAX (in Euro). Eine besondere Erfolgsgeschichte Schwedens sind die unternehmerischen Aktivitäten der Familie Wallenberg. Die Dynastie gründete 1856 die Stockholm Enskilda Bank (SEB), eines der wenigen europäischen Bankhäuser, die alle bisherigen Krisen durchgestanden hat. Heute werden größere Teile des Vermögens der Familie und anderer Aktionäre hochprofessionell über die Investor AB verwaltet. Da wir als Focam AG selbst von Unternehmerfamilien gegründet wurden und Vollblutunternehmer beraten, gefällt uns diese seit 1916 existierende traditionsreiche Holding mit ihrem Familienhintergrund. Die „kleine skandinavische Berkshire“ hält interessante und klug ausgewählte Beteiligungen: Größte Position ist der Maschinenbauer Atlas Copco mit einem Anteil von 18,9 Prozent. Danach folgen SE-Banken, ABB und AstraZeneca (13,2, 12,7 bzw. 8,8 Prozent). Abgerundet wird das Portefeuille in den börsennotierten Gesellschaften wie Electrolux, Ericsson oder Nasdaq OMX. Investors AB ist auch an nicht börsennotierten Gesellschaften aus den Sektoren Private Equity/VC und Pharma beteiligt. Attraktiv ist die breite Streuung der Geschäftsfelder. So profitiert Investors über Atlas Copco insbesondere von einer konjunkturellen Erholung in Asien und den USA. ABB dagegen ist mit einer eher defensiven Ausrichtung hauptsächlich in Europa und Asien aktiv. Die Pharmaunternehmen zeichnen sich durch hohe und stabile Ebitda-Margen bis zu 39 Prozent (AstraZeneca) aus.
Die von uns hinzugezogenen Experten gehen von einem aktuellen Kurspotenzial von über 18 Prozent aus. Sollten die Märkte eher seitwärts laufen oder sich wieder eintrüben, ist die Investors-Aktie durch die breite Risikostreuung und eine gute Dividendenrendite von 3,8 Prozent abgesichert. Größter Risikofaktor für die Aktie ist eine massive Abschwächung der Weltwirtschaft. Daher sollten sich trotz des stabilen Charakters der Aktie nur risikobereite Anleger mit dem Unternehmen beschäftigen.
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