von Stephan Bauer, €uro am Sonntag
Die Aktie des kalifornischen Techkonzerns Apple ist mindestens so gut wie seine Produkte. Es ist ja nicht so, dass iPhone, iPad & Co keine Schwächen hätten — elegantes Design, gute Bedienbarkeit und kultiger In-Faktor lassen Kunden eben über so manches hinwegsehen. Die Aktie aber ist eine Wucht. Wo gibt es schon die sehr berechtigte Aussicht auf knapp 20 Prozent Gewinnplus im kommenden Jahr zu einem KGV von rund elf? Und das bei einem Marktführer, der zuletzt Cashreserven von rund 100 Milliarden Dollar vorwies. Die Kasse könnte überdies laut Ratingagentur Moody’s bis Jahresende auf 150 Milliarden Dollar anwachsen.
Fazit: Apple-Produkte sind gut aber — salopp gesprochen — sauteuer, die Aktie gut und schweinebillig. Das übrigens trotz eines Kursanstiegs von über 40 Prozent im laufenden Jahr. Der Einstieg ist indes — anders als der Erwerb der Produkte — eine Frage des Timings. Der jüngste Schub, der auch dem starken Dollar zu verdanken war, trug das Papier auf ein Allzeithoch von rund 500 Euro. Anleger haben Geduld und warten etwas schwächere Kurse ab. Dann hart zuschlagen.
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