von Klaus Schachinger, €uro am Sonntag
Am Donnerstag senkte Moody’s den Daumen für die Kreditwürdigkeit der Bank of America (BoA) sowie 15 weiterer Institute, darunter auch der Deutschen Bank. Wegen der schwächelnden globalen Konjunktur und Auswirkungen der Finanzkrise wurde die BoA-Bonitätsnote auf „Baa2“ abgewertet — das ist zwei Stufen über Junk. Die Mehrkosten für die Verteuerung von Krediten schätzt BoA auf 1,1 Milliarden Dollar. Der Konzern ist in 150 Ländern präsent und Dienstleister für alle großen US-Konzerne. Dennoch will man sich konsequent von Randaktivitäten trennen. So steht die Bank of America offensichtlich kurz vor dem Verkauf ihrer ausländischen Vermögensverwaltung an das Schweizer Bankhaus Julius Bär für 1,5 bis 2,0 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr verbuchte die US-Bank vor Steuern noch 230 Millionen Dollar Verlust. 2012 sollen es 12 Milliarden Dollar Gewinn werden und im kommenden Jahr gut 50 Prozent mehr. Das dürfte der Aktie langfristig Auftrieb verschaffen. Die Bank ist mit zehn Prozent Marktanteil bei Firmenkrediten der größte Finanzierer in der US-Wirtschaft.
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