von Stephan Bauer, Euro am Sonntag
2012 war bislang nicht das Jahr, in dem Vorstandschef Thomas Olemotz sich als zuverlässiger Prognostiker erweisen konnte. Der Chef des schwäbischen IT-Dienstleisters hatte ursprünglich noch eine Schippe auf das Rekordergebnis des Vorjahres drauflegen wollen. 2011 stand Bechtle glänzend da, das Unternehmen aus Neckarsulm hatte mit IT-Diensten und Hardwareverkäufen knapp zwei Milliarden Euro Umsatz und einen Vorsteuergewinn (Ebt) von 86 Millionen Euro erzielt. Bereits im Sommer musste Olemotz zurückrudern. Das zweite Quartal war wegen Nachfragerückgängen in Südeuropa schlecht gelaufen. Darüber hinaus hatten die Neckarsulmer über 600 Mitarbeiter eingestellt. Hinter der Prognose stand ein Fragezeichen. Mit Bekanntgabe der Zahlen für Juli bis September hat der Konzernchef die Vorhersage endgültig gestrichen. Das Ebit war gegenüber dem Vorjahr noch stärker, um fast 16 Prozent, gesunken. Als Grund wurden abermals hohe Belastungen durch die gestiegenen Personalkosten genannt. Investierte Anleger halten die Aktie, sichern sich aber mit Stopp ab.
Stopp: 24,00 Euro
Kursziel: 29,00 Euro
Wunschanalyse Jede Woche können Anleger auf der Startseite von finanzen.net abstimmen, welche Aktie an dieser Stelle besprochen werden soll. Die Abstimmung läuft bis Dienstagnacht.