von Joachim Spiering, €uro am Sonntag
Die Aktie des Ingenieurdienstleisters Bertrandt gehört schon lange zu den Favoriten der €uro-am-Sonntag-Redaktion — an dieser Meinung hat sich nichts geändert. Warum? Weil die Firma aus dem schwäbischen Ehningen enorm von dem Forschungszwang in der Automobilindustrie profitiert. Autobauer und Zulieferer sind gezwungen, neue Antriebstechniken, sparsamere Motoren und leichtere Fahrzeuge zu entwickeln. Dabei hilft Bertrandt mit seinen 9.000 Mitarbeitern. Zum Teil beraten die Schwaben ihre Kunden, zum Teil übernehmen sie ganze Entwicklungsprojekte. Auch im Flugzeugbau ist Bertrandt vertreten. Wie gut die Geschäfte laufen, zeigen die Zahlen: Für dieses Jahr werden 690 Millionen Euro Umsatz erwartet, ein Plus von 20 Prozent. Der Gewinn soll ebenfalls um 20 Prozent auf 52 Millionen Euro steigen. Auch für 2013 wird ein zweistelliges Wachstum erwartet. Das größte Risiko von Bertrandt ist, dass die Weltwirtschaft in eine Rezession rutscht und die Autobauer ihre Forschungs- und Entwicklungsetats deutlich runterfahren. Doch davon ist bislang nichts zu spüren.
Wunschanalyse Bis Mittwoch können Anleger auf finanzen.net abstimmen, welche Aktie an dieser Stelle besprochen werden soll. Diesmal stehen fünf US-Standardwerte zur Auswahl.