von W. Ehrensberger, Euro am Sonntag
Bankaktien werden wieder salonfähig, die Situation der großen europäischen Häuser hat sich seit dem Sommer merklich gebessert. Die Institute können sich günstiger refinanzieren, müssen weniger Liquidität bei der Europäischen Zentralbank aufnehmen, haben auch wieder mehr Vertrauen zueinander.
Für ein Investment bieten sich eine Reihe von unterbewerteten Titeln mit einem ausgezeichneten Geschäftsmodell an — BNP Paribas etwa, die französische Universalbank, der deutsche Marktführer Deutsche Bank oder der Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal Bank.
Von der Commerzbank sollten Investoren allerdings die Finger lassen, allein schon deshalb, weil die extrem volatile Aktie noch immer ein Spielball der Märkte ist. Fundamental kommt die Bank zwar bei der Restrukturierung voran, doch gibt es noch immer jede Menge Baustellen, vor allem die wenig rentable Privatkundensparte. Und dem eigentlich gut aufgestellten Firmenkundengeschäft drohen konjunkturelle Risiken. Bei Bankinvestments also lieber auf Alternativen ausweichen.
Wunschanalyse Jede Woche können Anleger auf der Startseite von finanzen.net abstimmen, welche Aktie an dieser Stelle besprochen werden soll. Die Abstimmung läuft bis Dienstagnacht.
Bildquellen: Julia Schwager/Commerzbank AG